Motorradfahrer stirbt

Staatsanwaltschaft ermittelt nach Verfolgungsjagd gegen Polizisten

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Ein zertrümmertes Verkehrszeichen liegt nahe einer Unfallstelle, an der ein Motorradfahrer auf der Flucht vor der Polizei verunglückte und verstarb.

Wunstorf - Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt nach der tödlichen Verfolgungsjagd in Wunstorf gegen den Fahrer des Streifenwagens.

Das sei in solchen Fällen üblich, sagte Staatsanwalt Thomas Klinge am Montag. Gegen den 36 Jahre alten Polizisten werde vorsorglich ermittelt. "Wir wollen ausschließen, dass bei dem Einsatz Fehler gemacht wurden", erklärte Klinge. Es würden nun Zeugen befragt - darunter womöglich auch der 29 Jahre alte Polizist, der bei dem Einsatz der Beifahrer seines Kollegen war. Zudem könnte auch ein verkehrstechnisches Gutachten in Auftrag gegeben werden, sagte Klinge. Der 36-jährige Beamte sei nicht freigestellt, sondern arbeite normal weiter, sagte ein Sprecher der Polizei Hannover.

Auf der Flucht vor einer Polizeistreife war in der Nacht zum Sonntag ein junger Motorradfahrer tödlich verunglückt. Die Beamten wollten den 23-Jährigen ursprünglich anhalten, weil dieser zuvor ein Auto beschädigt hatte, hieß es. Als der Biker das Blaulicht des Streifenwagens gesehen habe, habe er allerdings Gas gegeben und sei geflüchtet, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Bei der weiteren Verfolgung hat der Mann demnach die Kontrolle über sein Motorrad verloren, ist gegen ein Verkehrszeichen gestoßen und schließlich gegen eine Hauswand geprallt. Er starb noch an der Unfallstelle, stand den Angaben zufolge unter Alkoholeinfluss und besaß keinen Führerschein. Das Motorrad sei offenbar gestohlen gewesen.

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