Mordfall Dennis: Missbrauchsopfer gab entscheidenden Hinweis

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Pressekonferenz am 15.April 2011 zum Mordfall Dennis in Verden.

Verden Von Wiebke Bruns - Die Morde an Dennis Klein, Stefan Jahr und Dennis Rostel sind aufgeklärt. Die Vermutung, dass ein Serienmörder die Jungen tötete, hat sich bewahrheitet. Eine Sonderkommission der Polizei Verden/Osterholz hat am Mittwoch einen 40 Jahre alten Mann aus Hamburg festgenommen.

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Inzwischen hat er die drei Morde und eine Serie mit rund 40 Missbrauchstaten gestanden. Erst vor neun Wochen hatte sich die Polizei mit neuen Erkenntnissen an die Öffentlichkeit gewandt. Sie wollten den Tätern „entmonstern“. Das damals gezeichnete Bild eines sozial integrierten Täters passt offenbar genau auf den Tatverdächtigen. Als nett, zurückhaltend, hilfsbereit, akkurat und intelligent würde er von Menschen in seinem Umfeld beschrieben, hieß es bei einer Pressekonferenz am Freitag in Verden. Er lebe seit 21 Jahren alleine und sei Lehramtsstudent gewesen. „Als Pädagoge ist er erfahren im Umgang mit Kindern“, hieß es. Zuletzt habe er in der Erwachsenenbildung gearbeitet, auch als Jugendbetreuer soll er aktiv gewesen sein.

Mordfall Dennis: Festgenommener gesteht weitere Morde

Ein 40-Jähriger aus Hamburg hat im Mordfall Dennis ein umfangreiches Geständnis abgelegt. Der Pädagoge aus Hamburg gesteht insgesamt drei Morde. Die Polizei vermutet, dass weitere Taten zum Vorschein kommen. © dpa
Verden - Vor zehn Jahren wurde der neun Jahre alte Dennis aus dem niedersächsischen Osterholz-Scharmbeck ermordet: Jetzt haben Fahnder einen Tatverdächtigen festgenommen. Er soll zudem mehr als 40 Sexualdelikte begangen haben. © dpa
Das Schullandheim in Wulsbüttel (Kreis Cuxhaven). Dennis war am 5. September 2001 nachts aus dem Schullandheim verschwunden. Zwei Wochen später fanden Pilzsammler seine Leiche. Zehn Jahre nach dem Mord an dem neun Jahre alten Dennis K. haben Fahnder einen Tatverdächtigen festgenommen. Dies teilte die Polizei in Verden am Freitag (15.04.2011) mit. © dpa
Ein 40 Jahre alter Mann aus Hamburg hat gestanden, Dennis und zwei weitere Jungen getötet zu haben. Zudem habe der Serientäter den Missbrauch mehrerer Kinder zugegeben, teilten Ermittler bei einer Pressekonferenz in Verden (Niedersachsen) am Freitag mit. © Mediengruppe Kreiszeitung / Wiebke Bruns
Ein 40 Jahre alter Mann aus Hamburg hat gestanden, Dennis und zwei weitere Jungen getötet zu haben. Zudem habe der Serientäter den Missbrauch mehrerer Kinder zugegeben, teilten Ermittler bei einer Pressekonferenz in Verden (Niedersachsen) am Freitag mit. © Mediengruppe Kreiszeitung / Wiebke Bruns
Ein 40-Jähriger aus Hamburg hat im Mordfall Dennis ein umfangreiches Geständnis abgelegt. Der Pädagoge aus Hamburg gesteht insgesamt drei Morde. Die Polizei vermutet, dass weitere Taten zum Vorschein kommen. © dpa
Ein 40 Jahre alter Mann aus Hamburg hat gestanden, Dennis und zwei weitere Jungen getötet zu haben. Zudem habe der Serientäter den Missbrauch mehrerer Kinder zugegeben, teilten Ermittler bei einer Pressekonferenz in Verden (Niedersachsen) am Freitag mit. © Mediengruppe Kreiszeitung / Wiebke Bruns
Ein 40 Jahre alter Mann aus Hamburg hat gestanden, Dennis und zwei weitere Jungen getötet zu haben. Zudem habe der Serientäter den Missbrauch mehrerer Kinder zugegeben, teilten Ermittler bei einer Pressekonferenz in Verden (Niedersachsen) am Freitag mit. © Mediengruppe Kreiszeitung / Wiebke Bruns
Ein 40-Jähriger aus Hamburg hat im Mordfall Dennis ein umfangreiches Geständnis abgelegt. Der Pädagoge aus Hamburg gesteht insgesamt drei Morde. Die Polizei vermutet, dass weitere Taten zum Vorschein kommen. © dpa
Ein 40-Jähriger aus Hamburg hat im Mordfall Dennis ein umfangreiches Geständnis abgelegt. Der Pädagoge aus Hamburg gesteht insgesamt drei Morde. Die Polizei vermutet, dass weitere Taten zum Vorschein kommen. © dpa
Ein 40-Jähriger aus Hamburg hat im Mordfall Dennis ein umfangreiches Geständnis abgelegt. Der Pädagoge aus Hamburg gesteht insgesamt drei Morde. Die Polizei vermutet, dass weitere Taten zum Vorschein kommen. © dpa
Ein 40-Jähriger aus Hamburg hat im Mordfall Dennis ein umfangreiches Geständnis abgelegt. Der Pädagoge aus Hamburg gesteht insgesamt drei Morde. Die Polizei vermutet, dass weitere Taten zum Vorschein kommen. © dpa
Ein 40-Jähriger aus Hamburg hat im Mordfall Dennis ein umfangreiches Geständnis abgelegt. Der Pädagoge aus Hamburg gesteht insgesamt drei Morde. Die Polizei vermutet, dass weitere Taten zum Vorschein kommen. © dpa
Am Grab des ermordeten Dennis aus Osterholz-Scharmbeck trauern die Eltern am 27.09.2001 während der Beisetzung auf dem Friedhof von Werschenrege. Zehn Jahre nach dem Mord an dem neun Jahre alten Dennis haben Fahnder einen Tatverdächtigen festgenommen. Dies teilte die Polizei in Verden am Freitag (15.04.2011) mit. © dpa
Verden - Vor zehn Jahren wurde der neun Jahre alte Dennis aus dem niedersächsischen Osterholz-Scharmbeck ermordet: Jetzt haben Fahnder einen Tatverdächtigen festgenommen. Er soll zudem mehr als 40 Sexualdelikte begangen haben. © dpa
Der Leiter der Sonderkommission (SOKO) Dennis, Martin Erftenbeck hält am 10.02.2011 bei der Pressekonferenz der SOKO Dennis in Verden ein Foto in der Hand, das einen Opel Omega Caravan zeigt, den ein Zeuge beschrieben hat. © dpa
Verden - Vor zehn Jahren wurde der neun Jahre alte Dennis aus dem niedersächsischen Osterholz-Scharmbeck ermordet: Jetzt haben Fahnder einen Tatverdächtigen festgenommen. Er soll zudem mehr als 40 Sexualdelikte begangen haben. © dpa
Das Archivbild zeigt einen Polizeibeamten, der einen Muster-Schlafanzug von Dennis K. vorführt, wie er ihn in der Nacht seiner Entführung aus dem Schullandheim Wulsbüttel (Kreis Cuxhaven) getragen hat. Zehn Jahre nach dem Mord an dem neun Jahre alten Dennis haben Fahnder einen Tatverdächtigen festgenommen. Dies teilte die Polizei in Verden am Freitag mit. © dpa
Die Pokemon-Figur "Pikachu" schmückt das mit Blumen und Grüßen überhäufte Kindergrab des ermordeten neunjährigen Dennis K. aus Osterholz-Scharmbeck (Kreis Osterholz) am 28.9.2001 auf dem Friedhof von Werschenrege (Kreis Osterholz). © dpa
Beamte der niedersächsichen Polizei durchsuchen am 06.09.2001 ein Waldstück bei Wulsbüttel (Kreis Cuxhaven) nach dem seit dem 5.9.2001 vermissten Dennis K. aus Osterholz-Scharmbeck. Zehn Jahre nach dem Mord an dem neun Jahre alten Dennis haben Fahnder einen Tatverdächtigen festgenommen. © dpa
Ein 40-Jähriger aus Hamburg hat im Mordfall Dennis ein umfangreiches Geständnis abgelegt. Der Pädagoge aus Hamburg gesteht insgesamt drei Morde. Die Polizei vermutet, dass weitere Taten zum Vorschein kommen. © dpa
Ein 40-Jähriger aus Hamburg hat im Mordfall Dennis ein umfangreiches Geständnis abgelegt. Der Pädagoge aus Hamburg gesteht insgesamt drei Morde. Die Polizei vermutet, dass weitere Taten zum Vorschein kommen. © dpa
Ein 40-Jähriger aus Hamburg hat im Mordfall Dennis ein umfangreiches Geständnis abgelegt. Der Pädagoge aus Hamburg gesteht insgesamt drei Morde. Die Polizei vermutet, dass weitere Taten zum Vorschein kommen. © dpa
Ein 40-Jähriger aus Hamburg hat im Mordfall Dennis ein umfangreiches Geständnis abgelegt. Der Pädagoge aus Hamburg gesteht insgesamt drei Morde. Die Polizei vermutet, dass weitere Taten zum Vorschein kommen. © dpa
Ein 40-Jähriger aus Hamburg hat im Mordfall Dennis ein umfangreiches Geständnis abgelegt. Der Pädagoge aus Hamburg gesteht insgesamt drei Morde. Die Polizei vermutet, dass weitere Taten zum Vorschein kommen. © dpa
Das Zweifamilienhaus in dem der Täter des Mordfall Dennis in Harburg bei Hamburg leben soll. Ein 40 Jahre alter Mann aus Hamburg-Harburg hat gestanden, Dennis und zwei weitere Jungen getötet zu haben. © dpa
Das Zweifamilienhaus in dem der Täter des Mordfall Dennis in Harburg bei Hamburg leben soll. Ein 40 Jahre alter Mann aus Hamburg-Harburg hat gestanden, Dennis und zwei weitere Jungen getötet zu haben. © dpa
Ein 40 Jahre alter Mann aus Hamburg hat gestanden, Dennis und zwei weitere Jungen getötet zu haben. Zudem habe der Serientäter den Missbrauch mehrerer Kinder zugegeben, teilten Ermittler bei einer Pressekonferenz in Verden (Niedersachsen) am Freitag mit. © Mediengruppe Kreiszeitung / Wiebke Bruns
Ein 40 Jahre alter Mann aus Hamburg hat gestanden, Dennis und zwei weitere Jungen getötet zu haben. Zudem habe der Serientäter den Missbrauch mehrerer Kinder zugegeben, teilten Ermittler bei einer Pressekonferenz in Verden (Niedersachsen) am Freitag mit. © Mediengruppe Kreiszeitung / Wiebke Bruns
Ein 40 Jahre alter Mann aus Hamburg hat gestanden, Dennis und zwei weitere Jungen getötet zu haben. Zudem habe der Serientäter den Missbrauch mehrerer Kinder zugegeben, teilten Ermittler bei einer Pressekonferenz in Verden (Niedersachsen) am Freitag mit. © Mediengruppe Kreiszeitung / Wiebke Bruns
Ein 40 Jahre alter Mann aus Hamburg hat gestanden, Dennis und zwei weitere Jungen getötet zu haben. Zudem habe der Serientäter den Missbrauch mehrerer Kinder zugegeben, teilten Ermittler bei einer Pressekonferenz in Verden (Niedersachsen) am Freitag mit. © Mediengruppe Kreiszeitung / Wiebke Bruns

Seine Opfer suchte er sich in Schullandheimen, Ferienzeltlagern und Wohnhäusern. Der 13-jährige Stefan Jahr verschwand 1992 aus einem Internet in Scheeßel. Dennis Rostel 1995 aus einem Zeltlager bei Schleswig und Dennis Klein 2001 aus einem Schullandheim in Wulsbüttel. Dort soll sich der 40-Jährige auch eines seiner vielen Missbrauchsopfer gesucht haben. Nach derzeitigen Erkenntnissen drang er dort 1999 nachts ein, weckte einen achtjährigen Jungen und fotografierte ihn in aufreizender Pose.

Ein anderes Missbrauchsopfer gab den entscheidenden Hinweis, der zur Festnahme führte. Dieser Zeuge soll 1995 von dem Tatverdächtigen während einer Jugendfreizeit über seine Wohnsituation ausgehorcht worden sein. Mehrer Monate später wurde er bei einer der „Wohnungstaten“, die sich überwiegend in Bremen ereignet haben sollen, missbraucht.

2007 war der Festgenommene sogar von der Soko Dennis überprüft worden. „Er war seinerzeit als Sexualstraftäter bekannt geworden“, hieß es bei der Pressenkonferenz, was die Ermittler jedoch nicht näher erläutern wollten. Vorbestraft soll der Mann nicht sein. „Es ist nicht auszuschließen, dass weitere bisher unentdeckte Taten im Verlauf der Ermittlungen ans Tageslicht kommen“, sagte Alexander Horn von der Operativen Fallanalyse Bayern.

Und es gibt noch zwei weitere Morde an Jungen in den Niederlanden und Frankreich, die man dem gleichen Täter zuschreibt, die er aber nicht gestanden hat. „Wir sind erleichtert“, sagte Uwe Jordan, Leiter der Polizeiinspektion Verden/Osterholz auf der Pressekonferenz. Inzwischen wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stade Haftbefehl gegen den mutmaßlichen Serienmörder erlassen. 

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