Sprecherin: Vom Islamismus losgesagt

Wolfsburger IS-Unterstützer kommt auf Bewährung frei

Wolfsburg - Nach Verbüßung von zwei Dritteln seiner Haftstrafe kommt ein vom Oberlandesgericht Celle vor knapp zwei Jahren verurteilter IS-Unterstützer aus Wolfsburg auf Bewährung frei.

Der 29-Jährige habe sich vom Islamismus gelöst, begründete eine Gerichtssprecherin am Donnerstag die OLG-Entscheidung. Wegen der Mitgliedschaft in der Terrorgruppe Islamischer Staat war der Deutsch-Tunesierzu vier Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. 

Ein zu drei Jahren Haft verurteilter weiterer Wolfsburger, der mit ihm 2014 nach Syrien aufgebrochen war, kam bereits vor knapp einem Jahr auf Bewährung frei, berichtete die „Braunschweiger Zeitung“.

Beide waren nach rund drei Monaten nach Niedersachsen zurückgekehrt. Sie gehörten zur sogenannten Wolfsburger Zelle, in der Dutzende radikalisierte junge Männer von einem fanatischen Prediger zur Ausreise nach Syrien getrieben wurden. 

Der 29-Jährige war als Krankenwagenfahrer bei Kämpfen im Irak dabei. Der Mitverurteilte machte sich als Selbstmordattentäter auf den Weg nach Bagdad. Zu einem Anschlag durch ihn kam es dann aber nicht.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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