Corona-Pandemie

Mit Alpakas gegen Corona: So wollen Göttinger Forscher die Pandemie beenden

Forscher des Max-Planck-Instituts für biophysikalische Chemie und der Uniklinik in Göttingen haben Antikörper gegen Corona entwickelt. Sie kommen von Alpakas.

Göttingen/Hannover – Die Nachrichten aus Göttingen lassen aufhorchen: Forschern des dortigen Max-Planck-Instituts und der Uniklinik soll es gelungen sein, Antikörper gegen das Coronavirus zu entwickeln. Darüber berichtet der Norddeutsche Rundfunk (NDR). Wie es heißt, sollen die im Labor entwickelten Wirkstoffe an der Oberfläche des Coronavirus andocken und es so unschädlich machen.

Krankheit:COVID-19
Krankheitserreger:SARS-CoV-2
Erster bekannter Fall:1. Dezember 2019
Erklärung zur Pandemie:11. März 2020

Aktuell sind die Forscher dabei, klinische Tests für ihr Medikament vorzubereiten. Wie es heißt, sollen die Mini-Antikörper – auch Nanobodies genannt – das Coronavirus rund 1000-Mal besser neutralisieren als zuvor entwickelte Antikörper. „Sie vereinen erstmals extreme Stabilität und höchste Wirksamkeit gegen das Virus und dessen Alpha-, Beta-, Gamma- und Delta-Varianten“, sagte Institutsdirektor Dirk Görlich dem NDR.

Mit Alpakas gegen Covid-19: Anti-Körper sollen extrem Hitzeresistent und somit langlebig sein

Die entwickelten Anti-Körper sollen extrem Hitzeresistent sein, sodass sie im menschlichen Körper aktiv bleiben. Somit kann das Virus bekämpft werden. Darüber hinaus soll es möglich sein, die Nanobodies leichter herzustellen, zu verarbeiten und zu lagern, berichtet der NDR. Auch die Finanzierung des Medikaments könnte so kostengünstig gehalten werden, eine Herstellung größerer Mengen soll ebenfalls problemlos möglich sein. Damit ließe sich laut Angaben der Göttinger Forscher der weltweite Bedarf an Medikamenten gegen Covid-19 decken.

Die gewonnenen Antikörper stammen von Alpakas. (Symbolbild)

Wie Görlich weiter erklärte, stammten die Mini-Antikörper aus drei Alpakas „und sind deutlich kleiner und einfacher aufgebaut als herkömmliche Antikörper“. Um die Antikörper zu gewinnen, wurde den Tieren mehrmals ein Teil des Spike-Proteins des Coronavirus gespritzt. Die daraufhin entwickelten Antikörper wurden durch Blutabnahme extrahiert. Wie es heißt, soll die Belastung für die Tiere gering gewesen sein.

Inzidenzwert in Niedersachsen: Infektionen mit dem Coronavirus steigen zum Mittwoch hin leicht

Inzwischen ist die Inzidenz im Bundesland Niedersachsen wieder gestiegen, wie das Robert-Koch-Institut am Mittwochmorgen, 28. Juli 2021, über das Dashboard auf der Webseite informierte. Laut diesen Angaben lag die 7-Tage-Inzidenz, also die Ansteckung mit SARS-CoV-2 hochgerechnet auf 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, bei 15,8. Am Dienstag hatte der Wert noch mit 15,5 leicht darunter gelegen. In der vergangenen Woche lag die landesweite Inzidenz bei 12,9.

In Niedersachsen wurden 276 Neuinfektionen registriert, ein Mensch mit Covid-19 starb. In Bremen lag die Inzidenz bei 20,0 – nach 13,9 in der vergangenen Woche. Es wurden 39 Neuinfektionen gemeldet. Die mit Abstand höchste Inzidenz im Vergleich der niedersächsischen Landkreise und kreisfreien Städte hat weiterhin der Kreis Lüneburg mit 73,9. Den niedrigsten Wert mit 0,6 meldete der Landkreis Rotenburg (Wümme).

Nach Daten des Divi-Intensivregisters werden in Niedersachsen derzeit 25 Menschen mit Covid-19 in Krankenhäusern behandelt, 7 von ihnen werden invasiv beatmet. Die Zahl der freien Intensivbetten lag bei 281, davon haben 150 eine spezielle Ausstattung zur Behandlung von Corona-Patienten.

Internes RKI-Papier vorgestellt: 7-Tage-Inzidenz soll Leitindikator für Infektionsdynamik bleiben

Wie inzwischen aus einem internen RKI-Papier hervorgeht, soll nun doch die Inzidenz der Leitindikator für die Infektionsdynamik bleiben*. Das Papier hatte RKI-Chef Lothar Wieler am Montag,26. Juli 2021, in einer Telefonkonferenz mit den Staatskanzlei-Chefs vorgestellt.

„Inzidenz ist Leitindikator für Infektionsdynamik (hohe Inzidenzen haben zahlreiche Auswirkungen)“, heißt es in dem Papier, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt und über das zuerst die „Bild“-Zeitung und die indische Tageszeitung „The Pioneer“ berichtet hatten. Die 7-Tage-Inzidenz bleibe wichtig, um die Situation in Deutschland zu bewerten und frühzeitig Maßnahmen zur Kontrolle zu initiieren. Nach Informationen der „Bild“-Zeitung soll es deshalb in der Schalte zu größeren Diskussionen gekommen sein, weil viele Länder von der Inzidenz als wichtigstem Kriterium abkommen wollen.

RKI-Chef Lothar Wieler stellte in einer Telefonkonferenz mit den Chefs der Staatskanzleien ein neues Leitpapier vor.

Zur aktuellen Lage heißt es in dem Papier, dass die Inzidenzen seit rund drei Wochen wieder stiegen, der Anteil der Hospitalisierungen seit rund zwei Wochen. „Die vierte Welle hat begonnen*“, so Wieler.

Hohe Impfquoten alleine seien nicht ausreichend, die vierte Welle flach zu halten, heißt es weiter. Zusätzliche „Basisschutz-Maßnahmen“ seien notwendig, um die vierte Welle so zu senken, dass die Patientenzahlen in Krankenhäusern nicht zu hoch würden. Als Maßnahmen nennt das Papier eine Reduzierung der Kontakte sowie eine Reduktion der Mobilität. * kreiszeitung.de und merkur.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Mit Material der dpa.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa/PA Wire | Aaron Chown

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