Gerichtsurteil

Missbrauch von Münster: Hannoveraner muss für zehn Jahre ins Gefängnis

Der Hauptangeklagte steht zwischen seinen Anwälten.
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Der Hauptangeklagte im Missbrauchskomplex Münster muss für mindestens 14 Jahre in Haft.

Im Prozess zum Missbrauchskomplex in Münster sind die Urteile gefällt worden. Der Haupttäter muss 14 Jahre in den Knast, ein Hannoveraner für zehn Jahre.

Münster/Hannover – Der 28-jährige Hauptangeklagte im Missbrauchskomplex Münster* ist am Dienstag, 6. Juli 2021, durch das Landgericht Münster in 29 Fällen zu einer Freiheitsstrafe von 14 Jahren verurteilt worden. Wegen der Schwere der Tat wurde eine anschließende Sicherheitsverwahrung des Täters angeordnet. Dies deshalb, weil bei dem 28-jährigen IT-Techniker starke Wiederholungsgefahr besteht.

Stadt in Nordrhein-Westfalen:Münster (Westf.)
Fläche:303,28 Quadratkilometer
Einwohner:316.403 (Stand: 31. Dezember 2020)
Vorwahl:0251
Bürgermeister:Markus Lewe (CDU)

Ebenfalls verurteilt wurde ein niedersächsischer Mitangeklagter. Der 36-jährige Mann, der aus Hannover stammt, muss für vier Fälle für insgesamt zehn Jahre in den Knast. Auch für ihn wurde eine Sicherheitsverwahrung im Anschluss an die Haftsstrafe angeordnet.

Missbrauch von Münster: Zwei weitere Männer mit langen Haftstrafen und Sicherheitsverwahrung

Mit den beiden Männern waren noch zwei weitere Männer angeklagt. Ein 43-jähriger aus Schorfheide in Brandenburg wurde für fünf Fälle zu einer Freiheitsstrafe von elfeinhalb Jahren verurteilt. Ein 31-Jähriger aus dem hessischen Staufenberg erhielt für sechs Straftaten eine Freiheitsstrafe von zwölf Jahren. Auch für diese beiden Männer ordnete das Gericht eine Sicherheitsverwahrung im Anschluss an die verbüßte Haftstrafe an.

Wegen Beihilfe soll die Mutter (46) des Hauptangeklagten für fünf Jahre ins Gefängnis. Die Staatsanwaltschaft hatte auf sechs Jahre plädiert. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig.

Missbrauchskomplex in Münster: Fall kam nach Ermittlungen in einer Gartenlaube ans Licht

Münster ist neben Lügde und Bergisch Gladbach einer von drei großen Missbrauchsfällen* der vergangenen Jahre in Nordrhein-Westfalen. Der Fall kam im Juni 2020 nach Ermittlungen in einer Gartenlaube ans Licht. Im Zuge dessen hatte es in mehreren Bundesländern und im Ausland Festnahmen gegeben.

In dem Komplex wurden bereits fünf Männer zu Freiheitsstrafen verurteilt. Insgesamt wurden durch die Ermittler mehr als 50 Tatverdächtige identifiziert, von denen derzeit etwa 30 in U-Haft sitzen. * kreiszeitung.de und merkur.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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