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Stephan Weil (SPD) kritisiert DFL vor Niedersachsenderby

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Stephan Weil kritisiert  die Deutsche Fußball Liga, weil sie das Niedersachsenderby am Ostersamstag angesetzt hat.

Hannover - Hannover 96 trifft im Aufstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga am Ostersamstag auf Eintracht Braunschweig - ein brisantes Nachbarschafts-Duell der Fußball-Zweitligisten. Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) - selbst bekennender Fußball-Fan - sieht den Zeitpunkt des Derbys mit gemischten Gefühlen.

Im dpa-Interview mit Ralf E. Krüger sagt er warum - und wer die besten Tor-Chancen hat. 

Hunderte Polizisten für ein Fußballspiel: Wie kann man die ausufernde Fan-Randale effektiv in den Griff bekommen? Reichen die aktuellen Maßnahmen noch aus? 

Stephan Weil: Es handelt sich bekanntermaßen um ein Risikospiel. Ich bin sicher, dass die niedersächsische Polizei mit aller gebotenen Sorgfalt diesen Einsatz vorbereitet hat. 

Es gibt Kritik an der Ansetzung des Spiels über die Feiertagsperiode. Sollte man prinzipiell die Zeit rund um große Feiertage spielfrei halten?

Weil: Im Allgemeinen habe ich nichts gegen Spiele im Umfeld großer Feiertage. In diesem konkreten Fall jedoch teile ich die Kritik ausdrücklich. Die Deutsche Fußball Liga hat sich leider über sehr ernsthafte Bedenken der niedersächsischen Sicherheitsbehörden hinweggesetzt. Der Ostersamstag ist aus polizeilicher Sicht für die Begleitung eines solchen Risikospiels alles andere als ideal. Mit ihrer Entscheidung hat die DFL auch eine gewisse Verantwortung übernommen, das sage ich sehr deutlich. 

Müssten die Vereine mehr in die Pflicht genommen werden für Ihre Fans oder reichen die bisherigen Maßnahmen aus? 

Weil: Ich denke dabei weniger an die Vereine, als an die Deutsche Fußball Liga, die für den Spielplan verantwortlich ist. Die Sicherheitsbehörden können mehr Rücksichtnahme erwarten, als zumindest in diesem Fall seitens der DFL zum Ausdruck gekommen ist. Darüber sollte man meines Erachtens im Anschluss an diesen Spieltag in Ruhe noch einmal sprechen. 

Wie fällt Ihr persönlicher Tipp für den Spielausgang aus? 

Weil: Ich erwarte ein sehr enges Niedersachsenderby und hoffe auf ein 2:1 für Hannover 96. 

Überschatten die gestrigen Ereignisse in Dortmund auch das kommende Fußballwochenende? 

Antwort: Ja, von den gestrigen Ereignissen in Dortmund bin ich tief betroffen. Man kann nur hoffen, dass diese Gewalttat auch dem Allerletzten klar gemacht hat, dass Gewalt im Sport nichts zu suchen hat, weder im Stadion noch davor. 

Zur Person: Der Jurist und Politiker Stephan Weil ist seit langen Jahren bekennender Fußball-Fan und glühender Anhänger von Hannover 96. Als Ministerpräsident des Landes ist der 58 Jahre alte frühere Oberbürgermeister der Landeshauptstadt aber um Neutralität bemüht.

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