Eine Familie ist in ehemalige Flüchtlingsunterkunft gezogen

350 Mieter harren ohne Wasser und Gas im „Wollepark“ aus

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Wassser kommt im Wollepark nur noch aus mobilen Hähnen der Notversorgung. 

Delmenhorst - Rund 350 Mieter von zwei Wohnblöcken im Delmenhorster Brennpunktviertel „Wollepark“ harren weiter ohne Wasser und Gas in ihren Wohnungen aus.

„Es gab eine Familie, die das Angebot wahrgenommen hat, in einer ehemaligen Flüchtlingsunterkunft unterzukommen“, sagte Stadtsprecher Timo Frers am Dienstag. Sonst seien ihm keine Umzüge bekannt. 

Das Angebot, in einer Flüchtlingsunterkunft zu duschen, sei bislang kein einziges Mal angenommen worden. Notfälle oder Kindeswohlgefährdungen sind Frers nicht bekannt: „Die Sozialarbeiter sind jeden Tag in den Gebäuden.“ Für eine Notversorgung gibt es vor den heruntergekommenen Hochhäusern ein Standrohr mit sechs Wasserhähnen und mobile Toiletten. 

Hausverwaltung begleicht die Schulden nicht

Da die Wohnungseigentümer Wasser- und Gasrechnungen nicht bezahlt haben, stellten die Stadtwerke den Mietern Ende April das Gas und Mitte Mai das Wasser ab. Bislang habe die Hausverwaltung die Schulden von rund 130.000 Euro nicht beglichen, sagte die Sprecherin der Stadtwerkegruppe, Britta Fengler. Die Stadt wartet derweil auf Reaktionen auf das Kaufangebot, das sie den rund 50 Eigentümern gemacht hat. Es gebe vereinzelt Rückmeldungen, sagte Frers. 

Bis Ende Juni hoffe die Stadt auf weitere Reaktionen. Sie will das Brennpunktviertel sanieren. Warum die Eigentümergesellschaft die offenen Rechnungen nicht beglichen hat, ist unklar. Der Vertreter der Gesellschaft war für eine Stellungnahme bislang nicht erreichbar.

dpa

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