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Meyer-Werft: Neues Mega-Kreuzfahrtschiff „Disney Wish“ ausgedockt

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Von: Alexander Eser-Ruperti

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In der Meyer-Werft gibt es ein Großbauprojekt: das Kreuzfahrtschiff „Disney Wish“. Jetzt gibt es die Gelegenheit, einen Blick auf den Mega-Kreuzer zu erhaschen.

Papenburg – Kreuzfahrt-Veranstalter haben es nicht leicht, seit Beginn der Corona-Pandemie: Ende letzten Jahres hatte das Auswärtige Amt gezielt vor Kreuzfahrten gewarnt, Berichte über Corona-Ausbrüche auf Schiffen* taten ihr Übriges. Doch dieser Zustand soll nicht ewig anhalten, die Branche rüstet sich für bessere Tage. Das Kreuzfahrtschiff „Disney Wish“ wird derzeit in der Meyer-Werft gebaut. Jetzt gab es erstmals die Gelegenheit, einen Blick auf das Riesen-Projekt zu werfen.

Meyer-Werft dockt neues Kreuzfahrtschiff „Disney Wish“ aus

Das Kreuzfahrtschiff „Disney Wish“ liegt in der Dämmerung am Ausrüstungskai der Meyer Werft
Das Kreuzfahrtschiff „Disney Wish“ am Ausrüstungskai der Meyer Werft, nachdem es von Schleppern aus dem Baudock gezogen wurde. © Hauke-Christian Dittrich/dpa

In der Meyer-Werft gibt es mit der „Disney Wish“ ein Großprojekt der besonderen Art, auf das interessierte Beobachter und Schiffs-Begeisterte jetzt einen Blick erhaschen konnten. Das 341 Meter lange Kreuzfahrtschiff wurde am Freitag in Papenburg in Niedersachsen ausgedockt, dabei wurde die tatsächliche Größe des Bauprojekts offensichtlich. Bei Fertigstellung soll es 1250 Kabinen fassen. Neben der „Disney Wish“ gibt es noch mehr neue Kreuzfahrtschiffe, die 2022 in See stechen sollen.*

Bevor der Riesen-Kreuzer aus der Bauhalle gezogen wurde, hatten die Schiffsbauer auf ein Windloch warten müssen, wie die Werft nach Angaben der Deutschen-Presse-Agentur erklärte. Zuvor war es rund um die Werft zu stürmisch gewesen, ein Ausdocken war deshalb erst etwas später möglich.

Meyer-Werft: „Disney Wish“ soll das „komplexeste jemals gebaute Kreuzfahrtschiff“ sein

Für die Meyer-Werft ist die „Disney Wish“ ein besonders Prestige-trächtiges Bauprojekt. Nach Angaben der dpa gilt das Bauprojekt firmenintern als „das wohl komplexeste jemals gebaute Kreuzfahrtschiff“. Dabei sollen besonders die Ansprüche an die Unterhaltungstechnik auf dem Kreuzer hoch sein, der ganz im Zeichen von Disney steht.

Kreuzfahrtschiff „Disney Wish“ wird bei den Meyer-Werften ausgedockt
Kreuzfahrtschiff „Disney Wish“ wird bei der Meyer-Werft ausgedockt © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Ein Kreuzfahrtschiff mit einem so klangvollen Namen wie „Disney WIsh“ muss diesem natürlich alle Ehre machen: Am Heck des in Blau und Weiß gehaltenen Schiffs findet sich die Märchenfigur Rapunzel. Doch damit nicht genug: Auch im Innendesign werden immer wieder Motive, Kulissen und Figuren verschiedenster Disney-Trickfilme aufgegriffen. Es ist nicht das erste Schiff, was in der Meyer-Werft für den weltweit größten Unterhaltungskonzern gefertigt wird – ihm gingen 2012 die „Disney Fantasy“ und 2010 die „Disney Dream“ voraus. Filmfans dürfen sich jetzt auf die Fertigstellung der Disney-Wish freuen, dabei müssen sie sich erst einmal jedoch noch etwas gedulden.

Neues Bauprojekt der Meyer-Werft verzögert sich: „Disney-Wish“ Jungernfahrt folgt dann im Sommer

Auch die Meyer-Werft ist betroffen von langsameren Lieferketten durch die Omikron-Welle. Für die „Disney Wish“ bedeutet das, dass sie mit einer Verspätung von mehereren Wochen ihre Jungfernfahrt antreten wird, wie der Präsident der Disney Cruise Line-Reederei, Thomas Mazloum, erklärte. Bis zu 4000 Passagiere sollen dann auf dem Kreuzfahrtschiff Platz finden. Auch Mega-Yachten sollen zukünftig in der Meyer-Werft gebaut werden. Im letzten Jahr hatte die Werft eher durch Stellenabbau auf sich Aufmerksam gemacht.

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Ursprünglich war mit der Jungfernfahrt am 09. Juni kalkuliert worden, das ist nun nicht mehr zu realisieren. Doch die Verzögerung ist nicht allzu groß: Am 14. Juli dieses Jahres soll es auf große Jungfernfahrt gehen. Vor Ablieferung muss die „Disney Wish“ noch einige Schritte durchlaufen, die bei Bauprojekten der niedersächsischen Werft üblich sind: Zuerst muss sie 40 Kilometer über die Ems zur Nordsee zurücklegen, der Endausbau findet dann in Bremerhaven statt.* kreiszeitung.de und *merkur.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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