„Die Bilanz ist sensationell"

IG Metall legt Airbus-Produktion und MAN lahm

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Während des Streiks hat die IG Metall unter anderem die Airbus-Produktion in Bremen lahmgelegt.

Hamburg/Hannover - Nach drei Tagen mit 24-Stunden-Warnstreiks im Norden zieht die IG Metall eine positive Streikbilanz. Die Arbeitgeber sehen das anders. Nun richten sich die Blicke nach Stuttgart.

Am dritten Tag ihrer 24-Stunden-Warnstreiks hat die IG Metall Küste die Produktion der Airbus-Flugzeuge in Norddeutschland lahmgelegt. Sowohl im Airbus-Hauptwerk in Hamburg als auch in den Werken in Bremen und Stade standen alle Räder still. Zudem wurde der Zulieferer Premium Aerotec bestreikt, das sind vor allem ehemalige Airbus-Werke in Bremen, Nordenham und Varel. In Niedersachsen und Sachsen-Anhalt waren rund 3000 Beschäftigte zum Warnstreik aufgerufen, es traf unter anderem MAN Truck & Bus in Salzgitter. 

Außerdem war der Schiffbau mit den Werften TKMS in Kiel, Neptun in Rostock und Meyer in Papenburg sowie die Maschinenbauer Gabler in Lübeck, Caterpillar in Rostock und Kramer in Bremerhaven betroffen. Mit kleineren Warnstreiks beteiligten sich Unternehmen im Landkreis Wesermarsch und in Neumünster. 

Deutlich besseres Angebot gefordert

„Die Bilanz nach drei Tagen ist sensationell", sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste. Insgesamt hätten sich 46.000 Metaller aus 30 Betrieben an den ganztägigen Warnstreiks beteiligt. „Das Signal an die Arbeitgeber ist klar: Wenn sie am Montag in Stuttgart an den Verhandlungstisch zurückkehren, müssen sie ein deutlich besseres Angebot mitbringen." Thorsten Gröger, Bezirksleiter und Verhandlungsführer in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, sagte: „Unterm Strich ein Erfolg und ein starkes Signal der Beschäftigten an die Arbeitgeber." 

Von Nordmetall erwartet die IG Metall Küste zudem Bewegung bei den regionalen Themen wie der Angleichung der Schichtzulage und der Bezahlung von Umkleidezeiten. 

Arbeitgeber kritisiert „rechtswidrigen Tagesstreik“

Der Arbeitgeberverband Nordmetall kritisierte die Warnstreiks. „Die IG Metall hat mit ihren rechtswidrigen Tagesstreiks nun eine Woche lang einen millionenschweren wirtschaftlichen Schaden in der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie angerichtet", sagte Hauptgeschäftsführer Nico Fickinger. 

Die Gewerkschaft fordert sechs Prozent mehr Geld sowie einen Anspruch auf zeitweise Reduzierung der Arbeitszeit, unter bestimmten Bedingungen mit einem Zuschuss des Arbeitgebers. - dpa

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