Die Fronten verhärten sich

IG Metall kündigt Warnstreiks in Niedersachsens Metallindustrie an

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IG-Metaller zu Beginn der zweiten Runde der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie.

Hannover - Bei den Metall-Tarifverhandlungen sind Warnstreiks in Sicht. Ein erstes Angebot der Arbeitgeber wird von der IG Metall als "Unverschämtheit" abgetan. Die Fronten verhärten sich.

Bei den Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Niedersachsen verhärten sich die Fronten. Die IG Metall lehnte am Mittwoch ein Arbeitgeber-Angebot für eine Lohn- und Gehaltssteigerung von zwei Prozent ab und kündigte Warnstreiks für Januar an. 

Die Gespräche zwischen den Tarifpartnern waren in Hannover in die zweite Runde gegangen. Das Angebot sieht eine tarifliche Anhebung von zwei Prozent ab 1. April 2018 für weitere 12 Monate bis 31. März 2019 vor. „Das sogenannte Angebot der Arbeitgeber ist eine Mogelpackung", sagte Thorsten Gröger, der IG Metall-Verhandlungsführer für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Er nannte das Angebot „unverschämt", da es mit der Bedingung verknüpft sei, dass die Gegenforderungen der Arbeitgeber erfüllt werden: umfassende Ausweitungsmöglichkeiten der wöchentlichen Arbeitszeit, Wegfall von Zuschlägen, Ausweitung befristeter Beschäftigungsmöglichkeiten. Gröger: „Zudem ist das Niveau angesichts der glänzenden wirtschaftlichen Situation inakzeptabel mickrig."

Gewerkschaft fordert sechs Prozent mehr Geld

 Zusätzlich bietet die Arbeitgeberseite eine Einmalzahlung in Höhe von 200 Euro für die Monate Januar bis März 2018. „Mit diesem Angebot würde das jährliche Durchschnittseinkommen der Metaller in Niedersachsen, das nach insgesamt rund 20 Prozent Lohnerhöhungen seit 2012 bereits bei 56.000 Euro liegt, für 2018 auf 57.320 Euro - also um 1.320 Euro im Jahr - weiter steigen", betonten die Arbeitgeber. 

Die Gewerkschaft forderte bisher sechs Prozent mehr Geld. Zudem will sie über einen Anspruch für die Beschäftigten auf eine zeitweilige Verkürzung der Arbeitszeit zur Erziehung von Kindern oder zur Pflege von Angehörigen verhandeln. Damit will sie erreichen, dass Arbeitnehmer ihre wöchentliche Arbeitszeit für eine bestimmte Zeit auf bis zu 28 Stunden reduzieren können und dafür zum Teil einen Zuschuss bekommen. Die Arbeitgeber lehnen das in der vorgeschlagenen Form bisher strikt ab. "Mehr Geld für weniger Arbeit - das kann man niemandem ernsthaft erklären", sagte der Hauptgeschäftsführer von NiedersachsenMetall, Volker Schmidt. - dpa

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