Erhöhungen frühestens 2011 ein Thema

Metall-Arbeitgeber fordern Lohnverzicht

Hannover - (apn) · Die niedersächsischen Metall-Arbeitgeber haben angesichts von Krise und Kurzarbeit einen einjährigen Verzicht auf Lohnerhöhungen verlangt.

Der Hauptgeschäftsführer von NiedersachsenMetall, Volker Schmidt, forderte, ein Gesamtpaket zur Beschäftigungssicherung zu vereinbaren und dazu einen bis Mitte 2012 laufenden Tarifvertrag ohne Lohnerhöhung abzuschließen. Über Lohnerhöhungen solle dann erst Mitte 2011 „im Lichte der wirtschaftlichen Entwicklung“ gesprochen werden, sagte Schmidt.

Die Forderung nach einem Beschäftigungssicherungsvertrag bis Mitte 2012 begründete Schmidt mit der erwarteten Dauer der Rezession: „Vorher wird die Krise wohl nicht auslaufen.“ Parallel zu Vereinbarungen der Tarifpartner zur Beschäftigungssicherung müsse man mit der Bundesregierung über einen Teilausgleich der Sozialversicherungskosten von Kurzarbeitern verhandeln. Ein Sprecher von NiedersachsenMetall sagte, die Forderung nach einer Lohnpause sei auch gestern in Hannover im dritten Sondierungsgespräch mit dem IG-Metall-Bezirk über Maßnahmen zur Beschäftigungssicherung erhoben worden. Ein Sprecher der Gewerkschaft widersprach dem. Die Arbeitgeberseite habe in dem Gespräch lediglich verlangt, dass man auch über Geld reden müsse. Die Gewerkschaft werde aber erst über Geld sprechen, wenn belastbare Maßnahmen zur Beschäftigungssicherung auf dem Tisch lägen.

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