Besonnene Reaktionen

Tui rechnet nach Messerattacke in Ägypten nicht mit Umbuchungen

Hannover - Der Reisekonzern Tui rechnet nach der Messerattacke im ägyptischen Badeort Hurghada mit zwei toten Frauen aus Niedersachsen zunächst nicht mit Auswirkungen auf die Reisebuchungen. "Die Nachfrage nach Reisen nach Ägypten hatte deutlich angezogen. Derzeit deutet nichts darauf hin, dass sich hieran grundsätzlich etwas ändern wird", sagte Sprecherin Anja Braun am Sonntag.

Nach dem Anschlag seien bislang keine Rückreisewünsche bekannt geworden. Die Gäste würden ruhig und besonnen reagieren. 

Deutsche reisen erstmals seit sechs Jahren wieder häufiger nach Ägypten

Auch bei den Call Centern hätten sich nur wenige Urlauber über die Situation vor Ort informiert. Auch das Auswärtige Amt habe seinen Reise- und Sicherheitshinweis nicht verändert und keine Neubewertung der Lage in Ägypten vorgenommen. Dort heißt es: "Es besteht landesweit ein erhöhtes Risiko terroristischer Anschläge und die Gefahr von Entführungen. Diese können sich auch gegen ausländische Ziele und Staatsbürger richten." Bei Reisen nach Ägypten, einschließlich der Touristengebiete am Roten Meer, werde generell zu Vorsicht geraten. 

Der Tourismus in Ägypten hatte lange Zeit wegen der Sicherheitslage gelitten. Wegen der Unruhe im Land nach dem Sturz von Machthaber Husni Mubarak im Februar 2011 und Terrorangriffen war die Zahl der Urlauber in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen. In den vergangenen Monaten waren die Deutschen wieder verstärkt nach Ägypten gereist. 

In den ersten drei Monaten 2017 kamen insgesamt 227.000 Besucher aus Deutschland in das nordafrikanische Land - ein Plus von 35 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Bei den großen Veranstaltern Tui, FTI, Thomas Cook, DER Touristik und Alltours war die Zahl der Ägypten-Buchungen zuletzt kräftig gestiegen.

dpa

Rubriklistenbild: © Aly Fahim/dpa

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