Hannovers Messebahnhof wird Flüchtlingsdrehscheibe für den Norden

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Von Hannover aus sollen Flüchtlinge in die nördlichen Bundesländer kommen.

Hannover - Der Messebahnhof von Hannover ist für große Besucherströme ausgelegt, jetzt soll er als Drehscheibe zur Verteilung von Flüchtlingen in Norddeutschland dienen. Täglich wird ein Sonderzug aus Bayern mit hunderten Flüchtlingen erwartet

Der Messebahnhof von Hannover wird zur norddeutschen Drehscheibe zum Verteilen von Flüchtlingen. Von dort sollen aus Bayern eintreffende Menschen auf Unterkünfte in Niedersachsen, Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern weitergeleitet werden, teilte das Innenministerium in Hannover am Dienstag mit. Derzeit trifft aus Bayern täglich ein Zug mit Flüchtlingen für den Norden in Niedersachsen ein, der nun immer den Messebahnhof ansteuert.

Eine Ausnahme bildet die Zeit der großen Messen in Hannover. Bundesweit wurden weitere Drehkreuze für die Verteilung von Flüchtlingen für den Südwesten in Heidelberg eingerichtet. In Nordrhein-Westfalen wechseln sich die Flughafenbahnhöfe in Düsseldorf und Köln/Bonn ab. Der für die Bewältigung großer Besucherströme zu Messezeiten ausgelegte Bahnhof Hannover Messe/Laatzen sei auch für das Umsteigen der Flüchtlinge auf Busse gut geeignet, erklärte das Ministerium. Laatzen wurde bereits mehrfach und auch am Dienstag von einem Zug mit Flüchtlingen angesteuert, am Mittwoch wird ein weiterer erwartet. In Niedersachsen ebenfalls angefahren wurden Uelzen, Lehrte, Elze und Celle. Als norddeutsche Drehscheibe ursprünglich in der Diskussion war ein Kasernengelände mit Gleisanschluss in Bad Fallingbostel in der Lüneburger Heide. Niedersachsen nimmt täglich rund 1000 Schutzsuchende auf und erwartet in diesem Jahr insgesamt rund 100.000 Flüchtlinge.

Wie das Innenministerium am Dienstag mitteilte, einigten sich das Land und die kommunalen Spitzenverbände darauf, die Pauschale für die Kommunen pro zugewiesenem Flüchtling ab 2017 auf mindestens 10 000 Euro zu erhöhen. Im laufenden Jahr werden 6195 Euro und im kommenden Jahr 9500 Euro pro Flüchtling überwiesen. Bei der Ankunft des Sonderzuges aus Passau am Dienstag begrüßte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) die mehr als 400 Flüchtlinge am Messebahnhof. „Kinder, junge und teilweise sehr alte Menschen, einige kommen ganz ohne Gepäck“, beschrieb der Regierungschef seine Eindrücke. Nach der Ankunft wurden die Neuankömmlinge in sieben Sprachen informiert, wie die Reise weitergeht. Nach Angaben der Staatskanzlei kommen jeweils rund 100 Flüchtlinge nach Wilhelmshaven und in die Landkreise Emsland, Wittmund und Aurich. Weitere etwa 50 Menschen reisten nach Mecklenburg-Vorpommern weiter. dpa

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