Bundeswehr in der Pflicht

Moorbrand in Meppen: Grüne fordern hohe Investitionen in Moorschutz

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1,2 Millionen Tonnen CO2 wurden bei dem Moorbrand freigesetzt - das entspricht dem jährlichen Ausstoß der Stadt Oldenburg.

Hannover - Nach dem Moorbrand auf einem Militärgelände bei Meppen fordern Niedersachsens Grüne die Bundeswehr zu Millionen-Investitionen in den Moorschutz auf.

„Wir gehen davon aus, dass der Moorbrand einen gesamtgesellschaftlichen Schaden allein durch CO2-Emmissionen von knapp 100 Millionen Euro verursacht; diese Summe muss die Bundeswehr in den Moorschutz in Niedersachsen investieren“, forderte am Dienstag die energiepolitische Sprecherin der grünen Bundestagsfraktion, Julia Verlinden, in Hannover. Bis die vielen offenen Fragen zum Moorbrand geklärt seien, müsse zudem das Moratorium für den Schießbetrieb weiter gelten.

„Beim Moorbrand wurden 1,2 Millionen Tonnen des Klimagases CO2 freigesetzt, das entspricht dem jährlichen CO2-Ausstoß der Stadt Oldenburg oder eines Kohlekraftwerks“, betonte Verlinden. Holger Buschmann, der Landesvorsitzende des Naturschutzbundes Deutschland (NABU), konnte noch keine abschließende Bilanz zu den Schäden im Hochmoor ziehen, befürchtet aber dessen weitgehende Zerstörung. Auch er forderte daher: „Renaturierung und Ausgleich durch das Land und die Bundeswehr sind absolut notwendig.“

Umweltminister Olaf Lies (SPD) hat Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) einen Runden Tisch zur Bewältigung der Folgen vorgeschlagen. Man stehe nun vor der Aufgabe, die entstandenen Schäden zu bewältigen und das Moorgebiet zu regenerieren, soweit dies technisch und ökologisch möglich sei. Der Brand auf dem Gelände der Bundeswehr war am 3. September nach einem Waffentest ausgebrochen.

dpa

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