Alarmierende Bäderschließung 

55 Menschen ertrinken 2017 in niedersächsischen Gewässern

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Zahl der Badetoten in Hessen gesunken

Berlin - In niedersächsischen Gewässern sind im vergangenen Jahr 55 Menschen ertrunken, das waren drei weniger als 2016.

Wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Dienstag in Berlin mitteilte, ging die Zahl der Badetoten bundesweit vor allem wegen des kühlen, verregneten Sommers zurück. So gab es auch in Niedersachsen im Mai und Oktober jeweils acht tödliche Badeunfälle, dagegen im August nur vier. Bundesweit ertranken mindestens 404 Männer, Frauen und Kinder, die meisten von ihnen - nämlich 86 - in Bayern, gefolgt von Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen mit jeweils 55 Opfern.

Die Lebensretter warnten in Berlin vor weiteren Bäderschließungen in den Kommunen. "Diese Entwicklung ist alarmierend", sagte DLRG-Präsident Achim Haag. Grundschulen könnten oft keinen Schwimmunterricht mehr anbieten. Jedes zweite Kind könne selbst am Ende der Grundschulzeit nicht sicher schwimmen.

Unter den Opfern 2017 in Niedersachsen war ein Grundschulkind sowie sechs 16- bis 20-Jährige. Die größte Gruppe mit 42 Prozent waren Menschen über 55. Nach Expertenmeinung führen Leichtsinn und Selbstüberschätzung häufig zu tödlichen Badeunfälle. Männer sind überwiegend betroffen. In Bremen kamen im vergangenen Jahr zwei Männer beim Schwimmen ums Leben. 2016 hatte das kleinste Bundesland neun Badetoten verzeichnet.

dpa

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