Hospiz- und Palliativarbeit

Menschen mit Behinderungen brauchen am Lebensende besondere Betreuung

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Menschen mit Beeinträchtigungen haben besondere Bedürfnisse, die auch in der Hospizarbeit berücksichtigt werden müssen, sagt Referent Schwabe.

Hannover - Menschen mit Beeinträchtigung brauchen nach Ansicht von Hospiz-Experten speziell auf sie zugeschnittene Betreuungsangebote für den letzten Lebensabschnitt.

Erstmals seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs gebe es eine ganze Generation von Menschen mit Beeinträchtigungen, die ein hohes Alter erreichten, sagte Sven Schwabe, der Referent des Landesstützpunkts für Hospizarbeit und Palliativversorgung Niedersachsen, am Mittwoch in Hannover. Daraus entstünden neue Anforderungen an die hospizliche und palliative Versorgung. 

Rund 120 Menschen mit und ohne Behinderungen waren am Mittwoch im hannoverschen Annastift zum bundesweit ersten „Infotag über das Sterben“ für Menschen mit Beeinträchtigung zusammengekommen. Betreuer in den Einrichtungen und behandelnde Ärzte müssten von und mit diesen Menschen lernen, wie sie ihren Bedürfnissen gerecht werden können, sagte Schwabe. 

So werde bereits die einfache Frage, wo jemand Schmerzen habe, zu einem Problem, wenn der oder die Betroffene sich nicht klar ausdrücken könne oder nicht in der Lage sei, die Frage überhaupt zu verstehen.

Workshops zu Schmerzen, Angst und Trauer  

In moderierten Workshops erhielten die Teilnehmer die Gelegenheit, gemeinsam mit Experten aus der Palliativmedizin und der Hospizbewegung über Schmerzen, Ängste und weitere Themen zu diskutieren. 

Unter anderem sei auch der schwierige Umgang mit Trauer in vielen Einrichtungen zur Sprache gekommen, sagte Schwabe: „Oft ist unklar, wie der Sterbefall am besten kommuniziert werden kann. Wenn plötzlich jemand in der Einrichtung fehlt, dann kann es zu sehr individuellen Reaktionen bei den übrigen Bewohnern kommen.“ 

Die Ergebnisse des Infotages sollen gesammelt und auf Landesebene weiter bearbeitet werden, kündigte Schwabe an. Unter anderem in enger Zusammenarbeit mit dem niedersächsischen Sozialministerium könnten weitere Schritte erarbeitet werden, um die Betreuungssituation zu verbessern.

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