Mehr Wildtiere und ein Erdmännchen im Artenschutzzentrum Leiferde

Die Sumpfschildkröte soll wieder heimisch gemacht werden. Foto: Holger Hollemann J  Foto: dpa

Leiferde - Das Artschutzzentrum in Leiferde (Kreis Gifhorn) hat im vergangenen Jahr mehr Pflegetiere aufgenommen als 2014. Insgesamt wurden knapp 2170 Wildtiere in das Zetrum gebracht, wie der Naturschutzbund (Nabu) am Freitag mitteilte. Im Jahr davor waren es rund 280 weniger. Die meisten von ihnen waren verwaiste Jungtiere. Gepflegt wurden vor allem heimische Wildvögel, darunter Greifvögel, Eulen und Weißstörche. Als Überraschungsgast nahm die Einrichtung im Mai ein afrikanische Erdmännchen auf, das seinem Besitzer entlaufen war.

Außergewöhnlich hoch sei die Zahl der versorgten Mauersegler mit 174 Tieren, teilte der Nabu mit. Ein Mitarbeiter des Zentrums führte das auf die heißen Temperaturen Ende Juni zurück. „Betroffen waren vor allem Schwalben und Segler, die unter den Dächern brüten, und deren Jungen, um dem Hitzetod zu entgehen, frühzeitig aus ihren Nestern sprangen“, erklärte Joachim Neumann.

Zusätzlich zu den Pflegetieren versorgte das Artenschutzzentrum auch etwa 270 Europäische Sumpfschildkröten. Sie sollen in Niedersachsen wieder angesiedelt werden. Fünfzig davon wurden bereits ausgewildert.

Das Nabu-Zentrum wurde 1980 gegründet. Es nimmt hauptsächlich einheimische Tiere auf. Sie werden aufgepäppelt und so schnell wie möglich wieder in die Freiheit entlassen. dpa

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