Zahl gestiegen

Mehr tödliche Motorradunfälle in Niedersachsen

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Ein Unfallforscher untersucht ein Motorrad an einer Unfallstelle in der Innenstadt von Hannover. Die Zahl der Motorradunfälle in Niedersachsen ist im Sommer 2015 gestiegen.

Hannover - Die Zahl der tödlich verunglückten Motorradfahrer ist gestiegen, nicht nur in Niedersachsen. Selbstüberschätzung, stärkere Motoren und die fehlende Knautschzone gehören laut ADAC zu den Unfallursachen. Aber auch das gute Sommerwetter könnte eine Rolle gespielt haben.

In Niedersachsen ist die Zahl der tödlichen Motorradunfälle gestiegen. Bis Ende Juli wurden nach neuesten Zahlen des Statistischen Bundesamtes landesweit 45 Motorradfahrer getötet, in den ersten sieben Monaten des Vorjahres waren es 42. Das ist ein Anstieg um 7,1 Prozent.

"Besonders beliebt in Niedersachsen sind die kurvenreichen Strecken im Harz und im Weserbergland, gerade auch an den Wochenenden", sagte Wolfgang Müller, Verkehrsexperte beim ADAC Niedersachsen und selbst Motorradfahrer. "Auf einzelnen Strecken vor allem im Harz kommt es da immer wieder zu schweren Unfällen." Die Polizei versuche dort seit Jahren, die Unfälle zu reduzieren oder zumindest die Folgen abzumildern. "Dazu gehören etwa Geschwindigkeitsbegrenzungen, doppelte Schutzplanken oder gepolsterte Träger", sagte Müller.

Bundesweit starben bis Ende Juli in diesem Jahr 408 Motorradfahrer, in den ersten sieben Monaten des Vorjahres waren es 380 - eine Steigerung um 7,4 Prozent. Allein im Juli verunglückten auf deutschen Straßen 92 Motorradfahrer tödlich, im Juli 2014 waren es noch 82. In Niedersachsen ließen im Juli 5 Motorradfahrer ihr Leben, 7 waren es im Juli 2014.

"Motorradfahrer müssen in erster Linie daran denken, dass sie anders als Autofahrer keine Knautschzone haben", sagte Müller zum höheren Risiko für Zweiradfahrer. Oft sei auch Selbstüberschätzung der Fahrer Unfallursache. "Durch die extreme Leistungsstärke der modernen Motorräder steigt das Risiko", ergänzte der ADAC-Experte. Auch das trockene Wetter und die milden Temperaturen könnten zum Anstieg beigetragen haben, es gab eine lange Saison.

Laut Statistischem Bundesamt endeten Verkehrsunfälle bundesweit in den ersten sieben Monaten 2015 für 1936 Menschen tödlich (2014: 1912), eine Zunahme um 1,3 Prozent. Die Steigerung bei den Motorradfahrern lag mit 7,4 Prozent darüber. Seit Jahren steigt die Zahl der zugelassenen Motorräder laut Kraftfahrt-Bundesamt, das gilt in ähnlichem Maß aber auch für Autos.

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