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Mastodon: Das ist die Twitter-Alternative mit deutschem Hintergrund

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Von: Andree Wächter

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Twitter gehört nun Elon Musk. Usern ist dies ein Dorn im Auge und sie suchen nach Alternativen. Eine ist Mastodon. Jan Böhmermann ist schon dort.

Jena - An Tesla-Chef Elon Musk scheiden sich die Geister. Ob er sich mit dem Kauf des Kurznachrichtendienstes Twitter einen Gefallen getan hat, bleibt abzuwarten. Angeblich blätterte er rund 44 Milliarden US-Dollar für die Twitter-Übernahme auf den Tisch. Die Angst vieler User ist es, dass Musk die Plattform für seine Strategien nutzt. Auf Twitter schrieb Musk, er wolle „Twitter besser machen als jemals zuvor.“ Robert Reich, Professor an der Berkeley Universität, twitterte: „Wenn Milliardäre wie Elon Musk ihre Motive mit dem Begriff ‚Freiheit‘ rechtfertigen, ist Vorsicht geboten.“

Erscheinungsjahr Mastrodon2016
Aktuelle Version3.5.1 (April 2022)
RechtsformgGmbH
Internetjoinmastodon.org

Mastodon: Twitter-Alternative von deutschem Programmierer - Jan Böhmermann ist schon dort

Weniger kritisch äußerte sich die spanische Zeitung El Mundo über die Übernahme von Twitter: „Wir begrüßen es daher, dass der Supermilliardär die Beseitigung von Bots und die Einführung einer Nutzerauthentifizierung als eines seiner nächsten Ziele angekündigt hat. Dies wäre ein lobenswerter Meilenstein in der Geschichte der sozialen Netzwerke.“ Ex-Präsident Donald Trump äußerte sich derweil wohlwollend zur Übernahme von Twitter durch Musk. Dieser sei ein „guter Mann“, der Twitter „Verbesserungen“ bringen könne, so Trump gegenüber Fox News.

Schlussendlich werden die weltweit rund 217 Millionen Nutzer entscheiden, ob sie bei Twitter bleiben oder nicht. Die ersten haben ihre Entscheidung schon getwittert und das Netzwerk verlassen. Die Frage ist: wohin? Eine Lösung könnte Mastodon sein. Seit Montag (25. April) ist dort auch der Satiriker Jan Böhmermann zu liken.

Screenshot: Auswahl einer Kategorie bei der Twitter-Alternative Mastodon.
Screenshot: Auswahl einer Kategorie bei der Twitter-Alternative Mastodon © Andree Wächter

2016 wurde Mastodon von dem Entwickler Eugen Rochko, einem deutschen Programmierer aus Jena gegründet. Das soziale Netzwerk soll werbefrei und dezentral sein. Der Dienst besteht aus vielen verschiedenen Servern, die von Privatpersonen, Vereinen oder sonstigen Stellen eigenverantwortlich betrieben werden können. Es ist ein sogenanntes Fediverse, also Social Media von Nutzern für Nutzer. Von der Handhabung her ist Mastodon Twitter durchaus ähnlich. Der große Unterschied ist, dass es keinen Algorithmus gibt, der bestimmt, was ich sehe. Laut der Datenschutzerklärung werden keine Cookies gesammelt.

Wer neu ist, muss sich wie überall ein Kundenkonto anlegen. Dies geht am heimischen Rechner genauso gut wie per App. Sie gibt es für die beiden großen Plattformen, Apples iOS und Android. Laut der Homepage gibt es weitere App-Lösungen von Drittanbietern. Die Plattform hat im Vergleich zu Twitter nur etwas über 678.000 User (Stand 27. April, 13.30 Uhr)

Mastodon: So melde ich mich bei der Twitter-Alternative an

Der komplette Anmeldungsprozess ist in unter fünf Minuten erledigt. In den Einstellungen kann ich diverse Anpassungen vornehmen, wie sie auch in anderen sozialen Medien möglich sind. Als registrierter Nutzer bekommt man eine eindeutige Adresse. Diese ist abhängig von der Gemeinschaft. Der Aufbau ist: @neuerUser@Gemeinschaft.social – konkret: @maxmustermann@norden.social

Die Funktionen # und @ sind so wie bei Twitter. Pro Nachricht kann ich maximal 500 Zeichen nutzen und Umfragen sind einfach zu erstellen. Ein Unterschied zu Twitter ist die Timeline. Es gibt drei Stück davon: „Mitteilungen“, dort findet man alle Beiträge von Usern, denen man folgt. „Lokale Zeitleiste“ zeigt alle Beiträge der gewählten Gemeinschaft und „Föderierte Zeitleiste“ ist quasi die Timeline für alle Beiträge.

Neben Mastodon gibt es noch weitere Alternativen zu Twitter. Pleroma ist ebenfalls ein Microblogging-Dienst und vergleichbar mit Mastodon.

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