Gesundheitsministerium empfiehlt

Maskenpflicht bis Frühjahr 2022: Spahns Gesundheitsministerium warnt vor vierter Welle

Ein Bericht von Jens Spahns Gesundheitsministerium empfiehlt die Maskenpflicht bis Frühjahr 2022. Droht im September auch ein neuer Corona-Lockdown?

Berlin – Die Maskenpflicht bleibt wohl bis ins Frühjahr 2022! Denn nach Ansicht des Bundesgesundheitsministeriums müssen die Grundlagen gegen eine mögliche vierte Welle im Herbst und Winter bereits in diesem August gelegt werden. Dies geht aus einem internen Papier vor, das unter anderem der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vorliegt.

Zur Eindämmung des Coronavirus sind nach Einschätzung des Ministeriums um Gesundheitsminister Jens Spahn von der CDU neue Vorgaben notwendig, um das Infektionsgeschehen im Zaum zu halten. Darunter fällt auch die Maskenpflicht.

Maskenpflicht bis Frühjahr 2022: Corona-Schutzmaßnahmen bleiben – Gesundheitswesen und Ungeimpfte schützen

Mit Blick auf den Herbst und Winter brauche es weiterhin Schutzmaßnahmen, „um das Gesundheitswesen vor einer übermäßigen Belastung und die Personengruppen, die noch nicht geimpft werden können, vor einer möglichen folgenreichen Erkrankung zu schützen“, heißt es nach übereinstimmenden Medienberichten in einem Papier des Ministeriums zum weiteren Vorgehen, den die Länder und der Bundestag erhalten haben.

Ein massiver Corona-Lockdown wie es im Herbst und Winter der Fall war, wird laut dem Papier dennoch nicht erwartet. Denn im Zusammenhang mit der fortschreitenden Impfkampagne könnten Schutzmaßnahmen gegen Covid-19 gleichwohl moderater ausfallen.

Maskenpflicht bleibt bis 2022: Massiver Lockdown wohl nicht nötig – Bundesländer müssen Corona-Maßnahmen verschärfen

„Ein so einschneidender Lockdown wie in der zweiten und dritten Welle wird aller Voraussicht nach nicht notwendig sein“, zitiert die dpa eine Passage des Berichts aus dem Gesundheitsministerium.

Nichtsdestotrotz empfiehlt das Bundesgesundheitsministerium eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen. Nach den vorgeschlagenen Maßnahmen in dem Bericht müssten Bundesländer wie Bayern, Bremen, Hessen oder Niedersachsen sogar ihre derzeit gültigen Corona-Verordnungen wieder anziehen.

Maskenpflicht bis Frühjahr 2022: Corona-Lockdown fällt moderater aus – vierte Welle ist im Anmarsch

Eine Einschätzung zur derzeitigen Lage und eine Begründung für die Empfehlungen gibt das Ministerium in dem Bericht ebenfalls ab: „Eine vierte Welle kündigt sich an – wenn auch noch auf niedrigem Niveau. Neben dem verstärkten Eintrag von Infektionen durch Reiserückkehrer nähert sich das Kontaktverhalten der Bevölkerung dem Verhalten der Zeiten vor der Pandemie aktuell schrittweise wieder an.“

Im Herbst und Winter träten zudem saisonal verstärkende Effekte des Virus wieder auf. „Die entscheidende Frage ist also: Wie hoch wird diese vierte Welle? Das entscheidet sich jetzt.“

Um dieser vierten Welle die Wucht zu nehmen, solle die Basis der Corona-Maßnahmen wie Abstandsregelungen, Hygiene und Maskenpflicht wahrscheinlich bis über den Jahreswechsel hinaus weiter Bestand haben. Im Bericht ist von „durchgängig und inzidenz-unabhängig“ die Rede.

Corona-Maßnahmen sollen in Kraft bleiben: Darunter fällt auch eine mögliche Maskenpflicht bis ins Frühjahr 2022 im ÖPNV und Einzelhandel

Nach dem internen Bericht, vermutet das Gesundheitsministerium, dass die Maskenpflicht „bis ins Frühjahr 2022“ gelte und Menschen weiterhin im alltäglichen Leben begleitet. Im Zentrum des Ministeriums stehen dabei vor allem der öffentliche Nah- und Fernverkehr sowie der Einzelhandel.

Ein interner Bericht des Bundesgesundheitsministeriums von Jens Spahn empfiehlt neue Corona-Maßnahmen. Darunter fällt auch eine mögliche Maskenpflicht bis 2022.

Hier soll es auch aber auch keine der viel diskutierten Freiheiten für Geimpfte oder Genesene geben. Auch diese Gruppen sollen von den Corona-Regeln nicht befreit werden, sondern auch weiterhin Maske tragen.

Schließlich sollen diese Corona-Maßnahmen überall dort weiterhin Bestand haben, wo eine Vielzahl von Menschen in geschlossenen Räumen zusammentreffe, bei denen der Impfstatus weder bekannt, noch einschätzbar ist, da anfällige Personen sich unter ihnen aufhalten könnten.

Corona-Lockdown im Herbst: Ungeimpften könnte Zutritt zu Restaurants verboten sein

Im Fall der Fälle bedeutet das: Zutritt zur Innengastronomie, Hotelübernachtungen, körpernahe Dienstleistungen, Sport und Veranstaltungen drinnen, Großveranstaltungen drinnen und draußen könnten somit nur von Getesteten, Geimpften oder Genesenen wahrgenommen werden. Für Ungeimpfte könnte diese neuen Corona-Maßnahmen hingegen weitreichende Einschränkungen zur Folge haben.

Ab bestimmten Grenzwerten sieht der Bericht des Gesundheitsministeriums wohl bestimmte Einschränkungen gegenüber Ungeimpften als gerechtfertigt. Unter anderem drehen sich die Überlegungen scheinbar um mögliche Kontaktbeschränkungen und die Begrenzung der Teilnahme oder gleich den Ausschluss nicht geimpfter Personen von Veranstaltungen und in der Gastronomie („2G statt 3G“).

Bundesregierung tagt mit den Ländern über die Entwicklung der Corona-Infektionszahlen

Über den weiteren Umgang mit steigenden Infektionszahlen im Zusammenhang mit dem Coronavirus wollen sich auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder beraten. Die Tagung ist auf den 10. August terminiert. Inwieweit der interne Bericht die Grundlage für dieses Treffen ist, bleibt bisher unklar.

Klar ist allerdings, dass der Bericht aus Gesundheitsministeriums bis dato ordentlich für Gesprächsstoff sorgen wird. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa | Michael Kappeler

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