Landwirtschaftskammer rät zur Vorbestellung

Martinsgänse kurz vor der Schlachtung: Regionale Gänse sind knapp

Zu sehen ist ein Haufen an Gänsen.
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Am 11. November wird der Martinstag gefeiert. Aus diesem Anlass werden wieder viele Gänse geschlachtet. (Symbolbild)

Rund um den Martinstag und auch später zur Weihnachtszeit sind Gänse als Festschmaus besonders gefragt. Preise sollen stabil bleiben. Aber bekommt jeder eine ab?

Uelzen – Für viele Menschen gehört die Martinsgans, vor allem am 11. November, auf den Tisch. Dies gilt vor allem für katholische Haushalte. An diesem konkreten Datum wird nämlich das Fest des Heiligen Martins gefeiert, der laut einer Legende vor hunderten von Jahren von Gänsen zu seinem eigenen Wohl verraten wurde.

Mönch:Martin von Tours
Geboren:316 n. Chr., Szombathely, Ungarn
Verstorben:8. November 397 n. Chr., Candes-Saint-Martin, Frankreich
Ort der Beerdigung:Saint-Martin de Tours, Tours, Frankreich

Martingsgänse in Niedersachsen: Preise sollen stabil steiben

Derweil laufen auf dem Hof von Bauer Schwutke in Uelzen in der Lüneburger Heide noch 800 Gänse umher. Einige davon werden pünktlich zum Martinsfest geschlachtet. Wenn die Gans zum Verkauf in den Markt oder in den Hofladen kommt, weist sie ein Gewicht von 4 bis 4,5 Kilogramm auf. Das erklärt Dominic Schwutke.

Mit einem Kilopreis von 13,90 Euro sei der Preis im Vergleich zum Vorjahr aber stabil. „Wir schlachten selbst und rupfen trocken, und unsere Gänse waren die komplette Saison draußen“, sagt Schwutke. Zum historischen Hintergrund: Der Heilige Martin sollte im Jahr 372 Bischof von Tours werden. Doch aus Bescheidenheit und aus Respekt vor dem hohen Amt soll er sich in einem Gänsestall versteckt haben, um auf diesem Wege der neuen Aufgabe zu entgehen.

Letztendlich war das Geschnatter der Gänse jedoch unüberhörbar – und Sankt Martin wurde am 4. Juli des gleichen Jahres zum Bischof geweiht. Übrigens: 2020 wurde aufgrund der Corona-Pandemie auf ein „Gansessen to go*“ gesetzt.

„Das große Geschäft kommt zu Weihnachten“: Landwirtschaftskammer rät zur frühzeitigen Vorbestellung

„Die Martinsgans ist beliebt, aber das große Geschäft kommt zu Weihnachten“, heißt es von Sonja Markgraf vom Landvolk Niedersachsen. Und damit sind wohl auch die letzten Tage der Gänse auf dem Hof von Bauer Schwutke endgültig gezählt. In ganz Niedersachsen sind 194.000 Gänse registriert.

Zur Einordnung: Weidegänse sind ab der 20. bis 26. Lebenswoche, maximal zur 32. Lebenswoche schlachtreif. Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen rät mit Hinblick auf die Weihnachtsfeiertage zur rechtzeitigen Reservierung. Denn 2021 seien deutsche regionale Gänse sehr knapp.

Heißt: Ohne eine rechtzeitige Vorbestellung dürfte für Heiligabend nichts zu bekommen sein. Das liegt daran, dass viele Elterntierbestände in Niedersachsen und Norddeutschland insgesamt beim letzten Seuchenzug der Vogelgrippe gekeult werden müssen. (Mit Material der dpa) * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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