Zug entgeht knapp einem Unglück

Ein Mann stirbt bei Unwettern in Niedersachsen

Hannover - Bei Starkregen ist in der Nacht von Samstag auf Sonntag bei Großefehn (Landkreis Aurich) ein Autofahrer von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Der 48-Jährige erlag noch am Unfallort seinen schweren Verletzungen, wie die Polizei am Sonntag mitteilte.

Auch andernorts in Niedersachsen verursachten Unwetter große Schäden. 

Gegen 23 Uhr am Samstagabend überfuhr in der Nähe von Cloppenburg ein Zug der Nordwestbahn einen etwa sechs Zentimeter dicken Ast, der durch den Sturm auf die Gleise gefallen war. Der Lokführer stoppte den Zug, wie ein Sprecher des Bahnunternehmens sagte. Als der Zugführer keine schwerwiegenden Schäden feststellte, fuhr er in Rücksprache mit der Leitstelle auf Sicht weiter. Weil er so nur mit 10 bis 15 Kilometern pro Stunde unterwegs war, erkannte er ein weiteres Hindernis rechtzeitig: Auf der Strecke lag ein großer Ast. Bei Normalgeschwindigkeit hätte es hier zu einem schweren Unglück kommen können. Die Strecke wurde für 45 Minuten gesperrt. 

Fackelschwimmen wegen Blitzgefahr abgesagt

In vielen weiteren Gemeinden im nördlichen Niedersachsen wurden durch starke Regenfälle Keller und Straßen überschwemmt, etwa im Landkreis Leer. In Neuharlingersiel (Landkreis Wittmund) standen etwa 100 Autos auf einem Parkpatz unter Wasser. In Bad Bentheim und zahlreichen anderen Orten wurden durch Sturmböen Bäume entwurzelt. 

Auch im Laufe des Sonntags gab es noch vereinzelt Gewitter und starke Schauer. In Bad Zwischenahn (Landkreis Ammerland) etwa musste ein Fackelschwimmen wegen Blitzgefahr abgesagt werden. In den nächsten Tagen bleibt es in Niedersachsen und Bremen vorerst regnerisch. Der Schwerpunkt verlagere sich allerdings eher ins südliche Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes in Hamburg.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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