Haftbefehl beantragt:

Mann sticht Lebenspartnerin vor den Augen der Kinder nieder

Ermittlungen an der Helgolandstraße: Ein Mann hat dort seine Frau niedergestochen.
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Ermittlungen an der Helgolandstraße: Ein Mann hat dort seine Frau niedergestochen.

Delmenhorst – Tödliche Gewalt in der Partnerschaft: Ein 62-jähriger Mann hat am Mittwochmittag gegen 12.30 Uhr seine 28-jährige Lebenspartnerin im Streit vor den Augen von drei Kindern mit einem Messer angegriffen und lebensgefährlich verletzt. Die Frau starb, bevor die Rettungskräfte eintrafen.

Update, Donnerstag, 13 Uhr: Nach der Tötung einer 28-jährigen Frau in Delmenhorst hat die Staatsanwaltschaft Oldenburg Haftbefehl gegen den Lebensgefährten beantragt. Der 62-jährige Verdächtige schweige bislang zu den Vorwürfen, teilte die Anklagebehörde am Donnerstag mit. Ermittelt werde wegen Mordes.

Meldung von Mittwoch:

Der Mann konnte noch vor Ort – in einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus an der Helgolandstraße in Delmenhorst – von der Polizei festgenommen werden. Laut der Nachrichtenagentur Nonstop-News hatten Anwohner einen Fahrlehrer, der mit einem Schüler vor dem Haus unterwegs war, angehalten und um Hilfe gebeten. Der Mann rief sofort die Polizei und lief zur Eingangstür des Hauses, um dort bis zum Eintreffen der Beamten die Tür zu blockieren, damit der Täter nicht entkommen konnte. Kurz darauf trafen die ersten Polizisten ein; der Täter ließ sich widerstandslos festnehmen und zur Dienststelle bringen.

Die drei Kinder blieben unverletzt, standen aber unter Schock und wurden zunächst von der Polizei in Obhut genommen. Sie werden jetzt von einem Kriseninterventionsteam betreut. Die genauen Hintergründe der Tat und die familiären Verhältnisse sind noch unklar; die Polizei hat umfangreiche Ermittlungen aufgenommen.

Am Vormittag Kriminalstatistik vorgelegt

Am Vormittag hatte die Polizeiinspektion Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch gerade die Kriminalstatistik für das Jahr 2020 vorgestellt. Zum Thema Körperverletzungen, Bedrohungen und Nötigungen konnte die Inspektion vermelden, dass sie einen Großteil der Taten aufklären konnte. Die Aufklärungsquote lag im Jahr 2020 bei 91,09% und ist im Vergleich zum Vorjahr auf einem annähernd hohen Niveau (2019: 91,83%). Nicht unerwähnt bleiben darf jedoch an dieser Stelle, dass die Aufklärungsquote bei sogenannten Rohheitsdelikten im Vergleich zu anderen Deliktsgruppen grundsätzlich höher ist, da der Täter dem Opfer in vielen Fällen bekannt ist. Die Gesamtzahl der Rohheitsdelikte von 2.312 im Jahr 2020 befindet sich im Langzeitvergleich auf einem Rekordtief.

Im Bereich des Deliktfeldes „Häusliche Gewalt“ wurden im Jahr 2020 697 Taten polizeilich registriert. Im Jahr 2019 waren es 710 Taten. Ein Zusammenhang zwischen der Corona-Pandemie und den Fällen im Bereich „Häusliche Gewalt“ in der Inspektion konnte statistisch nicht festgestellt werden.

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