Vermummt und mit einer Pistole bewaffnet

39-Jähriger nach Tankstellenüberfällen vor Gericht

Lüneburg - Nach einer Serie von 14 Raubüberfällen auf Tankstellen steht von Dienstag (9.15 Uhr) an ein 39-Jähriger vor dem Landgericht Lüneburg. Laut Anklage soll der Mann bis zu seiner Festnahme in Gifhorn im Februar Tankstellen vor allem in Lüneburg, aber auch in Celle, Uelzen, Soltau, Winsen (Luhe) und Helmstedt überfallen haben. Dabei wurden mehr als 9000 Euro und Zigaretten im Wert von 1300 Euro erbeutet.

Vermummt und mit einer Pistole bewaffnet hatte der Täter die Angestellten bedroht. In drei Fällen wurden die Überfälle laut Staatsanwaltschaft nicht allein begangen, doch ein Komplize wurde bislang nicht gefasst.

Bis zum 17. Oktober hat das Gericht insgesamt sieben Verhandlungstermine angesetzt. Dem Angeklagten werden schwere räuberische Erpressung und schwerer Raub vorgeworfen, ihm droht eine mehrjährige Haftstrafe.

In dem Fall war für Hinweise eine Belohnung von insgesamt 5000 Euro ausgesetzt worden. Zunächst hatte die Polizei im Februar 1000 Euro ausgelobt. Kurz darauf erhöhte ein Mineralölkonzern den Betrag um 4000 Euro. Dabei ging es aber nur um eine der Taten in Lüneburg. Die Polizei hatte eine eigene Ermittlungsgruppe "Tankstellen" eingerichtet und mit Hochdruck ermittelt.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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