Beziehungsprobleme als Grund

Mann liefert sich kilometerlange Verfolgungsjagd mit Polizei

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Ende einer Verfolgungsjagd.

Hildesheim - Erst nervt ein Mann die Polizei mit beleidigenden Anrufen und kurvt vor der Wache herum. Als eine Streife die Verfolgung aufnimmt, kommt es zu einer zu einer Reihe von Beinaheunfällen. Betroffen ist auch ein dpa-Fotograf, der unmittelbar Zeuge der Festnahme wird.

Nach einer wilden Verfolgungsfahrt mit etlichen Beinaheunfällen hat die Polizei im Kreis Hildesheim einen Autofahrer überwältigt, der etliche Menschen in Gefahr gebracht hat. 

Der 51-Jährige hatte nachts Polizisten in Salzgitter immer wieder über den Notruf beleidigt und war morgens hupend mit dem Auto vor der Wache herumgekurvt, teilte die Polizei am Montag mit. Als er eine Weile später einer Streife in Algermissen auffiel, nahmen die Beamten die Verfolgung auf. Bei seiner halsbrecherischen Flucht lenkte der Mann seinen geliehenen Wagen in den Gegenverkehr, beschleunigte und bremste stark ab und fuhr rückwärts auf die Polizei zu. 

Polizisten nehmen den geflüchteten Mann bei Sehnde in der Region Hannover neben seinem Fluchtfahrzeug fest.

Ein anderer Autofahrer schnitt dem Flüchtenden schließlich auf einer schmalen Straße den Weg ab, so dass die Polizei ihn stoppen und aus dem Auto zerren konnte. In einer ersten Befragung gab der Mann Beziehungsprobleme als Grund für seine Irrfahrt an. Die Polizei beantragte die Beschlagnahmung seines Führerscheins und führte den Mann einem Arzt vor. 

Am Morgen war ein dpa-Fotograf bei Sehnde zufälligerweise in die Verfolgungsjagd geraten, als er von der heimischen Hofeinfahrt fuhr. „Mir kam plötzlich ein roter Kleinwagen mittig auf der Landstraße entgegen, verfolgt von drei Streifenwagen mit Blaulicht und Martinshorn", erzählt dpa-Fotograf Julian Stratenschulte. „Ich konnte zum Glück an den Straßenrand ausweichen." Kurz zuvor hatte auch ein Linienbus der Verfolgungsjagd ausweichen müssen. 

Wenige hundert Meter weiter bog der flüchtige Kleinwagenfahrer dann in einen Feldweg ein. "Am Ende des Feldweges musste der Wagen kurz stoppen, da zerrten die Beamten den Mann schon aus dem Auto", berichtete der dpa-Fotograf, der Augenzeuge der Festnahme wurde. Ein Polizist schrie den Mann an, dass er Kinder gefährdet hätte. Der Flüchtige zeigte sich wenig einsichtig. In Handschnellen wurde der Mann dann von zwei Polizisten aus Salzgitter mitgenommen. - dpa

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