„Ein herzerwärmender Moment!“

Mann adoptiert kleinen Hund – Jahre später steht ihm das Tier in den letzten Stunden bei

Diese Beziehung zwischen Mann und Hund rührt zu Tränen: Der kleine Terrier „Patch“ steht seinem geliebten, sterbenden Besitzer in seinen letzten Stunden zur Seite.

Albuquerque – Der beste Freund des Menschen ist bekanntlich der Hund. Loyal und voller Liebe begleitet das Tier seine Besitzer durchs Leben, teilweise sogar bis zu zwanzig Jahre lang. Auf diese Weise wird der Hund in vielen Haushalten zu so etwas wie einem erweiterten Familienmitglied. Diese Liebe zwischen Hund und Mensch trifft auch auf den Veteranen John Vincent und seinen Yorkshire-Terrier „Patch“ zu. Er stand seinem Herrchen zur Seite, als dieser es am meisten brauchte und erfüllte ihm damit seinen letzten Wunsch auf dem Sterbebett.

Veteranenkrankenhaus in New Mexico:Raymond G. Murphy VA Medical Center
Adresse:1501 San Pedro Dr SE, Albuquerque, NM 87108, Vereinigte Staaten
Öffnungszeiten:Rund um die Uhr geöffnet
Telefon:+1 505-265-1711

Ein älterer Mann adoptiert einen Hund – der den Veteranen Jahre später in seinen letzten Stunden besucht und ihm beisteht

John Vincent ist eigenen Angaben zufolge in Montana geboren und auf einer Ranch aufgewachsen, wo er bereits einen reinrassigen Wolfshund besessen hat – ein ziemlicher Kontrast zu einem kleinen Yorkshire-Terrier. Als junger Mann verpflichtete er sich drei Jahre lang bei der Marine und diente sogar in Vietnam, berichtet das „Albuquerque Journal“. Danach zog es den Veteranen nach Wyoming und Alaska, in New Mexico setzte er sich schließlich zur Ruhe.

In Albuquerque traf Vincent dann auf seinen kleinen besten Freund: „Patch“ entstammt dem Wurf eines Nachbarhundes, bei dem er als kleinster Welpe hervorstach, was dem 69-Jährigen sofort gefiel. „Er war der Kleinste, und ich wollte einen, der auf meinem Motorrad fahren konnte“, erklärt Vincent dem „Albuquerque Journal“ – und wartete nicht lang, den kleinen Kerl zu adoptieren. Eine Äußerlichkeit, die die beiden sofort verband, war ein kleiner weißer Fleck Haare – bei „Patch“ befand sich dieser auf dem Fell und der Veteran besaß als einzige Haarpracht einen kleinen weißen Bart auf dem Kinn. Von dieser Gemeinsamkeit stammt auch der Name des Hundes: „Patch“ bedeutet auf Deutsch so viel wie „Fleck“.

John Vincent und sein Hund „Patch“ stehen sich sehr nahe – kurz vor seinem Tod muss der Veteran ihn abgeben

Die beiden hatten wunderbare fünf Jahre miteinander, Patch fuhr auf Vincents Harley mit – eine winzige Schutzbrille tragend, die ihn vor Insekten und Fahrtwind schützte – und als das Herrchen in Rente ging, machten die beiden jede Nacht lange Spaziergänge, wenn es in der Stadt am ruhigsten war. Lange Wanderungen unternehmen auch ein Hund und eine Katze, die gemeinsam auf Reisen gehen.

Einem sterbenden Mann wird im Krankenhaus der letzte Wunsch erfüllt – seinen Hund noch einmal zu sehen.

Doch auch die schönste Zeit muss irgendwann zu Ende gehen. Als der 69-Jährige in ein Hospiz im Raymond Veterans Medical Center aufgenommen wurde und vor dem Ende seines Daseins stand, musste er seinen kleinen Freund an ein Tierheim abgeben. Doch in den letzten Stunden seines Lebens fragte ihn die Sozialarbeiterin für Palliativmedizin, Amy Neal, ob er noch einen letzten Wunsch habe. Natürlich bat der sterbende Veteran darum, seinen Patch noch einmal sehen zu dürfen. Eine ähnlich emotionale Geschichte ereignete sich bereits in Kalifornien, als ein Mann aus Trauer starb, kurz nachdem er seinen geliebten Hund verloren hatte.

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Emotionales Wiedersehen: Mann und Hund werden im Krankenhaus wiedervereint

„Ich habe ihn gefragt, ob ihm das viel bedeuten würde“, erzählt Neal dem „Albuquerque Journal“ und fährt fort: „Dann kam alles sehr schnell zusammen.“ Auch die Tierschutzorganisation von Albuquerque war von der Idee begeistert: „Als die Anfrage hereinkam, hieß es sofort ‚unbedingt‘, und wir tun alles, was wir können, um es zu ermöglichen“, erzählt der Leiter des Tierheims Danny Nevarez laut „Albuquerque Journal“. „Es war so einfach, Patch hierher zu holen.“

Teammitglieder des „Albuquerque Animal Welfare“ brachten Patch in das Hospiz und als die beiden schließlich wieder miteinander vereint wurden, blieb kein Auge in dem Krankenzimmer trocken. Die stahlgrauen Augen des 69-jährigen Vietnam-Veteranen leuchteten auf, als er den drahtigen Welpen nah an seine Brust hielt und sanft über sein braun-schwarzes Fell strich, berichtet die Albuquerquer Zeitung.

„Ja, ich bin’s, Daddy“, flüstert Vincent seinem kleinen Freund zu. „Bist du so glücklich, mich zu sehen? Ich bin so froh, dich zu sehen“, während dieser ihm euphorisch das Gesicht abschleckte. „Es war so ein herzerwärmender Moment!“, schreibt „Albuquerque Animal Welfare“ auf Facebook. „Sie waren so glücklich, sich zu sehen und sich zu verabschieden.“

„Patch“ hat bereits vor dem Tod seines Herrchens ein neues Zuhause gefunden

Tierheim-Leiter Nevarez erzählt, dass Patch während der gesamten Autofahrt vom Westside-Tierheim extrem ruhig gewesen sei, aber sobald sie sich dem Krankenhaus näherten, änderte sich das schlagartig. „Es ist fast so, als hätte er es gewusst, er hat einfach angefangen zu wimmern“, äußert er gerührt. „Als hätte er diese Vorfreude“.

Sozialarbeiterin Neal arbeitet seit über 15 Jahren mit Hospiz-Patienten zusammen und nannte es „eine Ehre“, Vincents Bitte zu erfüllen, berichtet das „Albuquerque Journal“. Patch war bereits in den letzten Stunden seines Herrchens einem neuen zu Hause zugewiesen worden, er musste also nicht lange im Tierheim verweilen. Doch seine Liebe zu John Vincent wird er sicherlich immer mit sich tragen.

Eine ähnlich enge Beziehung besteht auch zwischen einer Katze und ihrer Besitzerin, die ihren Freund aus der Wohnung schmiss, weil er ihre Katze hasste. Der dreibeinige Hund Dexter aus Colorado, der wie ein Mensch auf zwei Beinen läuft, berührt ebenfalls mit seinem Schicksal*. Und dass Hunde auf Menschen wohltuend wirken, hat sich bereits mehrfach bestätigt: In Nashville scheint eine Französische Bulldogge eine beruhigende Wirkung auf Patienten zu haben und dient deswegen als Zahnarzt-Helfer* und sogenannte „Lesehunde im Norden“ bringen Leseunterstützung auf vier Pfoten in Schulen. * kreiszeitung.de, 24hamburg.de und Landtiere.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Screenshot Facebook @Albuquerque Animal Welfare

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