Ministerpräsident zwischen Trachten und Rattenfänger

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 Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) besucht den niedersächsischen Pavillon auf der Expo Milano 2015.

Mailand/Hannover - Für Stephan Weil war es in gewisser Weise gewohntes Terrain: Aus der ehemaligen Expo-Stadt Hannover reiste er zur aktuellen Weltausstellung nach Mailand. Dort eröffnete der Regierungschef die Niedersachsen-Tage.

Der Rattenfänger von Hameln und Baron Münchhausen sind an diesem Freitag auf der Expo in Mailand zu bewundern. Die beiden Märchengestalten aus dem Weserbergland werben im Deutschen Pavillon für Niedersachsen. Sie präsentieren sich in Ausschnitten aus den Musicals „Rats“ und „Münchhausen“, die im Sommer in Hameln und Bodenwerder gespielt werden. Daneben stellen Design-Studenten der Hochschule Hannover ihre Modenschau „Nach Neuem Trachten“ vor. Insgesamt beteiligen sich rund 80 Akteure am Kulturprogramm der niedersächsischen Ländertage.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil reiste eigens zur Eröffnung nach Italien: „Für mich als Hannoveraner, der auch mit der Expo 2000 in meiner Heimat eng befasst war, ist es ein ganz besonderer Anlass, die Niedersachsen-Tage hier in Mailand eröffnen zur dürfen“, sagte der Regierungschef. Die Präsentation werde dazu anregen, Niedersachsen zu besuchen, seine kulturelle und landschaftliche Vielfalt näher zu erkunden und seine Menschen kennenzulernen.

Die Studenten ließen sich für ihre Kollektion von alten Schaumburger Trachten inspirieren. Sie wurden bis vor wenigen Jahren von älteren Frauen in der Region südwestlich von Hannover getragen. Inzwischen wird der Brauch fast nur noch von Trachtenvereinen gepflegt. Das Team der Hochschule Hannover reiste mit einem Team von Models, Friseuren und Fotografen nach Mailand. „Es sind tolle Erfahrungen, auf der Expo mit so einem großen Projekt aufzutreten“, sagte Modedesign-Professorin Martina Glomb.

Die Schau wurde gemeinsam mit der Schaumburger Landschaft umgesetzt. Deren Geschäftsführer Sigmund Graf Adelmann sagte: „Die Schaumburger Tracht ist keine provinzielle Tracht. Sie wurde von der Mode aus ganz Europa beeinflusst.“ Deswegen sei es passend, die Kollektion in der Modemetropole Mailand zu präsentieren.

dpa

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