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Wintereinbruch im März: Polarwirbel bringt noch mal Eiskälte

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Von: Bjarne Kommnick

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Der Winter ist vorbei, am 20. März ist Frühlingsanfang. Doch bevor das warme Wetter in Deutschland kommt, soll es noch mal eisig werden.

Hannover – Der Sommer ist endgültig auf dem Weg, denn der Polarwirbel zerfällt in zwei Teile. „Und damit ist der atmosphärische Winter vorbei“, erklärt Jan Schenk, Meteorologe von wetter.de.

Wetter in Deutschland: Polarwirbel „zerschnitten“ – Winter kehrt zurück

Demnach habe starker Hochdruck den Polarwirbel „zerschnitten“, das bedeute, dass er an Kraft verliere und sich über dem Nordpol erstmal nur noch weniger kalte Luft als in den Wintermonaten zuvor bilden könne. Erst im November soll der Polarwirbel zurückkehren und zu alter Stärke zurückzufinden. Doch das bedeute auch, dass es vor sommerlichen Temperaturen nochmal richtig kalt in Niedersachsen werden muss, damit sich die Wärme vollständig entfalten könne. Also kehrt der Winter wohl noch einmal zurück.

Wetter Niedersachsen 20. bis 23. März: Sonntagsonnig, teils bewölkt, 13 Grad tagsüber, 2 Grad nachts
Montagsonnig, 15 Grad tagsüber, 1 Grad nachts
Dienstagsonnig, 17 Grad tagsüber, 1 Grad nachts
Mittwochsonnig 17 Grad tagsüber, 2 Grad nachts

Polarwirbel zerfällt: Kältelufteinbruch am 25. oder 26. März – einige Tage Winterwetter

Denn zunächst müsse die kalte Luft aus den Polarströmen entweichen. Und das könnte schon bald der Fall sein. Wie Schenk erklärt, soll es bereits am 25. oder 26. März „in Nordamerika, Europa und Asien zu einem Kältelufteinbruch“ kommen. Dann werden die vorerst frühlingshaften Temperaturen erstmal wieder für einige Tage vom Winter verdrängt. Dass es derzeit so viel Sonne gebe, ist auf Wettertief „Elke“ zurückzuführen, das uns sogar Blutregen und Saharastaub nach Europa gebracht hatte und den Boden zum Teil rot färbte.

Wintereinbruch im März: Frühlingsblume ist von Schnee bedeckt
Wetterexperten sagen einen Kältelufteinbruch Ende März voraus: Dann soll noch mal eisiges Winterwetter kommen. © LianeM/Adobe Stock

Doch erstmal dürfen sich Niedersachsinnen und Niedersachsen in den kommenden Tagen erstmal noch auf Sonne mit milden Temperaturen freuen. „Spätwinter- und erste Ansätze von Frühsommerluft können sich somit auf engem Raum begegnen. Ein Grund hierfür ist unter anderem auch der Polarwirbel und seine letzten Zuckungen, bevor er in die Sommerpause geht - es ist momentan also eine wichtige Weichenstellung für den Frühling und den nachfolgenden Sommer”, zitiert wetter.de den Meteorologe Björn Alexander.

Wetter in Niedersachsen: Steigende Temperaturen und viel Sonne bis zum Kältelufteinbruch

Bis zum Kältelufteinbruch steige die Temperatur in den kommenden Tagen sogar vorerst noch auf 17 Grad in Niedersachsen. Zwar wird es am Sonntag, 20. März, nochmal etwas bewölkt, es folgen jedoch sonnige Tage und steigende Temperaturen. Dann komme es jedoch erstmal zum besagten Polarluft-Einbruch Doch frostige Temperaturen sollen allerhöchstens wenige Tage andauern, bevor sich der Frühling dann wieder zeigt.

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„Der Polarwirbel zerfällt dieses Jahr ungewöhnlich früh“, erklärt Meteorologe Schenk. Demnach „hätte er eigentlich noch ein paar Wochen Schonfrist“, das könne sich jedoch nochmal auf die Wettervorhersage auswirken. Bisher scheint es so als würde der April sehr warm und trocken werden, so wie in den vergangenen Jahren ebenfalls. Doch für den Mai sei die Prognose deutlich schwieriger. Demnach werde es zwar warm, europäische Wettermodelle sagen jedoch viel Niederschlag voraus, während US-Wetterprognosen wenig Regen prophezeien. * kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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