Salzgitter-Lebenstedt: 58-Jähriger stirbt an Kopfverletzungen

Obdachloser wird wegen 50 Euro ermordet - Männer vor Gericht

Braunschweig/Salzgitter - Zwei junge Männer müssen sich ab Donnerstag wegen des Todes eines Obdachlosen vor dem Landgericht in Braunschweig verantworten.

Zum Auftakt des Mordprozesses nach dem gewaltsamen Tod eines Obdachlosen in Salzgitter haben sich die beiden 18 und 26 Jahre alten Angeklagten zur Sache geäußert. Der Jüngere sei weitgehend geständig, sagte eine Sprecherin des Landgerichts Braunschweig am Donnerstag. 

Der 26-Jährige habe eine Erklärung über seinen Anwalt verlesen lassen. Die beiden Männer sollen im Mai einen 58-Jährigen in einer Unterkunft für Wohnungslose getötet haben, um an dessen Geld zu gelangen. Der 26-Jährige soll das Opfer zunächst geschlagen und getreten und dabei auch zu einer Machete gegriffen haben. Laut Anklage gab er die Waffe anschließend dem 18-Jährigen, der den Obdachlosen damit mehrfach am Kopf und Oberkörper tödlich verletzte. Beim Durchsuchen der Kleidung des Getöteten fanden die mutmaßlichen Mörder eine EC-Karte und 50 Euro, mit denen sie Alkohol an einer Tankstelle kauften. 

Die Polizei hatte den Toten Pfingsten in einer Wohnung der Unterkunft in Salzgitter-Lebenstedt gefunden. Am ersten Verhandlungstag wurden der Gerichtssprecherin zufolge auch mehrere Polizisten als Zeugen vernommen. Für den Prozess sind aktuell zehn Verhandlungstage angesetzt. Nach dieser Planung könnte am 14. Dezember das Urteil gesprochen werden.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa/Symbolbild

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