Wirbel des Säuglings durch Schütteln ausgerenkt

Männer greifen Mutter und Kind in Lengerich an

Lengerich - Nach dem Fest der Alptraum mitten im Ort: Vier Männer sollen im kleinen Lengerich im Emsland eine junge Mutter belästigt und dabei ihr Baby schwer verletzt haben.

Vergeblich bittet sie Passanten um Hilfe, Autofahrer halten nicht an - so schildert die 29-Jährige später die Ereignisse bei der Polizei. Der Übergriff soll sich am 30. April auf dem Rückweg von einem Frühlingsfest ereignet haben, sagte Polizeisprecher Dennis Dickebohm am Montag.

Die Männer im Alter zwischen 20 und 30 Jahren hätten die Frau an dem Sonntag gegen 19 Uhr im Ortszentrum in der Nähe eines Discountmarktes auf Höhe des Parkplatzes angesprochen und belästigt, schilderte sie danach den Übergriff. Sie hätten ihr den Kinderwagen mit dem fünf Monate alten Säugling weggenommen, dann soll das Quartett den Wagen stark geschaukelt und geschüttelt haben. „Die junge Mutter geriet in Panik und rief vorbeifahrende Autofahrer um Hilfe“, sagte Dickebohm. Doch niemand hielt an.

Passanten ignorieren das Flehen der Mutter

Die 29-Jährige habe daraufhin eine auf dem Gehweg näherkommende Familie angefleht, ihr zu helfen. Es handelte sich demnach um ein Paar mit zwei Kindern im Alter zwischen zwei und vier Jahren. „Diese Familie soll daraufhin lediglich die Straßenseite gewechselt haben.“ Der Frau wurde nicht geholfen. „Schließlich ist es ihr gelungen, den Männern den Kinderwagen zu entreißen und zu flüchten“, gab Dickebohm die Schilderungen der jungen Frau wieder.

Im Nachhinein hat sich laut Polizeisprecher herausgestellt, dass durch das Rütteln und Schaukeln Wirbel des Kindes ausgerenkt wurden. Das verletzte Baby musste entsprechend behandelt werden. "Dem Kind geht es gut. Der Arzt konnte die Wirbel nach der Diagnose einrenken", sagte Dickebohm. Die Polizei sucht nun Zeugen der Tat und ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung. Die Männer sprachen nach Darstellung der Frau Deutsch und Russisch.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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