Göttinger Hells Angels klagen gegen Verbot

Lüneburg/Göttingen - Der Göttinger Ableger der Hells Angels geht erneut juristisch gegen das Verbot durch das niedersächsische Innenministerium vor. Die Klage werde am 13. April verhandelt, sagte eine Sprecherin des Oberverwaltungsgerichts in Lüneburg am Mittwoch.

Innenminister Boris Pistorius (SPD) hatte den Verein „Hells Angels MC Charter Göttingen“ im Oktober 2014 als ersten Rockerclub in Niedersachsen mit sofortiger Wirkung verboten. Zweck und Tätigkeit des Clubs liefen den Strafgesetzen zuwider und richteten sich gegen die verfassungsmäßige Ordnung, hieß es zur Begründung. Einzelne Mitglieder hätten Straftaten begangen, die dem Verein zuzurechnen seien. Hintergrund waren Ermittlungen unter anderem wegen versuchter Erpressung.

Nach eigener Darstellung verbindet die Göttinger „Höllenengel“ vor allem die Freude am Motorradfahren. Für das Innenministerium geht es den Hells Angels dagegen vor allem um eine gewalttätige Gebiets- und Machtentfaltung, für die der Verein ausreichende finanzielle Mittel benötige, wie das Gericht weiter mitteilte. Die Göttinger Hells Angels sind im April 2015 vor dem Oberverwaltungsgericht bereits mit einem Antrag auf vorläufigen Rechtsschutz gegen das Verbot gescheitert.
dpa

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