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Lüneburger Heide in Flammen: Stiftung verbrennt gezielt Land

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Von: Bjarne Kommnick

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Wie jedes Jahr brennt es gezielt auf Flächen der Lüneburger Heide . Das Feuer soll der Landschafts-Erhaltung dienen. Doch das Wetter hat dieses Mal Probleme mitgebracht.

Behringen – Feuer in der Lüneburger Heide ist nicht immer ein Problem. Ein Mal im Jahr verbrennt die Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide gezielte Flächen ab. In diesem Jahr seien rund fünf Hektar dem Feuer zum Opfer gefallen, „wir hatten uns 15 bis 20 Hektar vorgenommen, aber wegen Hochnebels ist es weniger geworden“ erklärte Dirk Mertens, Fachbereichsleiter „Offenlandpflege und Naturschutz“. Weil es in diesem Winter jedoch so häufig geregnet habe, hätte sich der geplante Termin für die gezielten Flächenbrände deutlich verzögert.

OrtsteilBehringen
EinheitsgemeindeBispingen
Einwohner998
Fläche12,73 km²

Lüneburger Heide verbrennt 6000 Hektar – zur Erhaltung der Landschaft

Das gezielte Abbrennen von Flächen ist eine Methode, um die Landschaft der Lüneburger Heide zu erhalten. Die Heide könne auf diese Weise verjüngt und revitalisiert werden. Denn wenn das Feuer erstmal über die Fläche gezogen ist, seien die Flächen zum frischen Neuaustrieb der Pflanzen geeignet. Das habe positive Auswirkungen für die Nährstoffe im Heide-Boden: „Der Stickstoff entweicht, Nährstoffe wie Phosphor, Kali, Magnesium und andere Spurenelemente bleiben auf der Fläche“, so Mertens.

Heidefläche wird abgebrannt.
Drohnenaufnahmen zeigen Bilder von gezielten Flächenbränden in der Lüneburger Heide. © dpa/Philipp Schulze

Würde die Stiftung Naturpark nicht auf diese Methode setzen, würde sich in der Heide wieder vermehrt Gräser und Büsche ausbreiten bis hin zu einer Waldentwicklung. Damit wäre das einzigartige Landschaftsbild Geschichte. Bereits nach kurzer Zeit würden aus der Asche des Feuers wieder neue Pflanzen wachsen, die dem Heidebild entsprechen würden.

Gezielte Brände in der Lüneburger Heide: Erneute Maßnahmen ab September

Erst im September beziehungsweise im Oktober sollen erneut Brandmaßnahmen getroffen werden. Denn besonders im Sommer kann die Maßnahme äußert gefährlich werden. Ist es zu trocken, ist der Brand schwerer zu kontrollieren und könnte sich demnach großflächig ausbreiten. Im vergangenem Jahr habe die Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide insgesamt rund 60 bis 80 Hektar Land, die verbrannt wurden. Das Wunschziel für diese Saison seien sogar 400 Hektar der insgesamt 6000 Hektar großen Fläche der Lüneburger Heide.

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Bei der kontrollierten Brandrodung werde mit Tropffackeln gearbeitet. Dabei werde ein Gemisch aus Diesen und Benzin verwendet. Stück für Stück würden damit die Gräser angezündet werden, begleitet von einer Sicherheitsschneise, die dabei bewässert wird. Einen Konflikt mit Imkern aufgrund von fehlenden Blühflächen für Bienen gebe es nicht: „Die Imker sind sogar dafür, weil die Heide dann so gut blüht und die Bienen profitieren“. *kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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