Zwölf Jahre Haft für Mordversuch an schwangerer Ex-Freundin

Lüneburg - Zwölf Jahre ins Gefängnis muss ein junger Mann, der seine schwangere Freundin niedergeknüppelt und fast erwürgt hat. Das hat das Landgericht Lüneburg nach Angaben einer Gerichtssprecherin am Freitag entschieden.

Die junge Frau hatte sich nach einer kurzen Affäre geweigert, das gemeinsame Kind abtreiben zu lassen. Der heute 25 Jahre alte Mann lockte seine Ex-Geliebte daraufhin mit einem Komplizen im August 2013 bei Brietlingen im Kreis Lüneburg in einen Hinterhalt. Dort wurde die junge Frau fast ermordet. Der junge Mann hatte allerdings stets betont, er habe nur einen Schwangerschaftsabbruch erreichen und seine Ex-Freundin nicht töten wollen.

Die Schwangere und das ungeborene Kind überlebten den Angriff nur knapp. Der 25-Jährige war wegen der Tat bereits im vergangenen Jahr zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden. Nachdem der Bundesgerichtshof das Urteil aber aufgehoben hatte, musste eine andere Kammer erneut über die Höhe der Strafe entscheiden. Das Gericht bestätigte das Urteil jetzt. Eine verminderte Schuldfähigkeit des Mannes liege nicht vor, sagte die Gerichtssprecherin.
dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Hartes Ringen bei Jamaika-Sondierungen

Hartes Ringen bei Jamaika-Sondierungen

Mugabe räumt Probleme ein - Aber kein Rücktritt

Mugabe räumt Probleme ein - Aber kein Rücktritt

Einzelkritik: Kruse überragend, Bartels endlich wieder in Form

Einzelkritik: Kruse überragend, Bartels endlich wieder in Form

Russland, Türkei und Iran bereiten Syrien-Gipfel vor

Russland, Türkei und Iran bereiten Syrien-Gipfel vor

Meistgelesene Artikel

Brennende Lastwagen in Emstek: LKA übernimmt Ermittlungen

Brennende Lastwagen in Emstek: LKA übernimmt Ermittlungen

Aidshilfe kämpft für angstfreien Umgang mit HIV-Positiven

Aidshilfe kämpft für angstfreien Umgang mit HIV-Positiven

Computermodernisierung macht 135 Polizisten für Fahndungsarbeit frei

Computermodernisierung macht 135 Polizisten für Fahndungsarbeit frei

Steinbruch-Arbeiter möglicherweise bei Sprengung schwer verletzt

Steinbruch-Arbeiter möglicherweise bei Sprengung schwer verletzt

Kommentare