20-Jähriger verurteilt

Zwölf Jahre Haft für Mordversuch mit Maschinenpistole

Lüneburg - Weil er mit einer Maschinenpistole einen Autohändler im Kreis Celle töten wollte, hat das Landgericht Lüneburg einen 20-Jährigen zu zwölf Jahren Jugendstrafe verurteilt.

Ein mitangeklagter 41-Jähriger erhielt zwölf Jahre Haft nach Erwachsenen-Strafrecht. Beide Männer seien des versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung und Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz schuldig gesprochen worden, sagte ein Gerichtssprecher am Mittwoch. 

Der damals 19-jährige Schütze habe im vergangenen Juli auf den Autohändler geschossen, weil er es nicht dulden wollte, dass seine Schwester als Kurdin mit dem 47-jährigen Deutschen liiert ist, sagte der Sprecher. Der 41-jährige Angeklagte hatte die Tatwaffe bereit gelegt. Der Vorsitzende Richter habe von einer heimtückischen, kaltblütigen Tat aus niedrigen Beweggründen gesprochen, die einer Hinrichtung gleichkomme, sagte der Sprecher. Das Opfer hatte die Attacke überlebt. 

Die Angeklagten hatten die Vorwürfe während des Prozesses im Kern eingeräumt. Die Staatsanwaltschaft hatte für den 20-Jährigen 13 Jahre Jugendstrafe gefordert, die Verteidigung plädierte auf maximal vier Jahre. Für den 41-Jährigen hatte die Anklagebehörde eine lebenslange Freiheitsstrafe beantragt, die Verteidigung hatte höchstens zwei Jahren und zehn Monate Haft gefordert. - dpa

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa-avis

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