Nach Schüssen in Lüneburg geht es nicht mehr um versuchten Mord

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Nach blutiger Auseinandersetzung zwischen zwei Großfamilien vor dem Klinikum Lüneburg stehen sieben Männer vor Gericht

Lüneburg - Im Prozess um die blutige Auseinandersetzung von zwei Großfamilien vor dem Klinikum Lüneburg hat die Anklage den Vorwurf des versuchten Mordes fallen gelassen.

Es bleibt allerdings bei gefährlicher Körperverletzung und Verstoß gegen das Waffengesetz. Zunächst hatten sich vor dem Landgericht Lüneburg sieben Männer verantworten müssen, die Anklage sprach von „Blutrache“. Einer der sieben wurde bereits Anfang Juli freigesprochen. Bei dem Konflikt waren im September acht Mitglieder einer anderen Familie zum Teil schwer verletzt worden, drei Männer wurden von Schüssen getroffen.

Im Verfahren wurde nun deutlich, dass möglicherweise ein Mitglied der angeblich angegriffenen Familie die Auseinandersetzung begonnen hat. Dann könnte es auch um Notwehr gegangen sein. So plädierte der Staatsanwalt am Dienstag in drei Fällen auf Freispruch. Für zwei Angeklagte forderte er drei Jahre wegen gefährlicher Körperverletzung. Sie sollen einen der Verletzten in die Klinik verfolgt und brutal zusammengeschlagen haben.

Der mutmaßliche Pistolenschütze soll laut Anklage wegen gefährlicher Körperverletzung und illegalen Waffenbesitzes vier Jahre und drei Monate ins Gefängnis. Die Plädoyers sollen kommenden Dienstag fortgesetzt werden, bereits am Mittwoch könnte ein Urteil fallen.
dpa

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