Update: Richter lassen sich Zeit

Mutter von Dschungelcamperin Nathalie Volk vor Gericht: Noch kein Urteil

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Droht der Mutter (rechts) von Nathalie Volk die Entfernung aus dem Beamtenverhältnis?

Nathalie Volk nahm im Januar 2016 am Dschungelcamp in Australien teil. Mit dabei war ihre Mutter, die sich offensichtlich für den Trip hat krankschreiben lassen. Nun droht der Lehrerin die Entfernung aus dem Beamtenverhältnis.

Update, 17. April, 12.15 Uhr: Zunächst kein Urteil
Im Prozess um die berufliche Zukunft der Mutter von Dschungelcamp-Teilnehmerin Nathalie Volk (22) ist am Mittwoch kein Urteil verkündet worden. Die Entscheidung solle den Prozessbeteiligten schriftlich zugestellt werden, kündigte das Verwaltungsgericht Lüneburg an. 

Damit wird das Ergebnis erst publik, wenn es bei der Lehrerin und der Landesschulbehörde eingegangen ist. Möglicherweise soll noch ein Arzt gehört werden, dann könnte vor einer Entscheidung ein weiterer Verhandlungstag angesetzt werden.

Erstmeldung: Mutter von Nathalie Volk erneut vor Gericht

Lüneburg - Um die berufliche Zukunft der Mutter von Dschungelcamp-Teilnehmerin Nathalie Volk (22) geht es am Mittwoch (9.00 Uhr) vor dem Verwaltungsgericht Lüneburg. Die Lehrerin hatte ihre Tochter 2016 zum Dreh nach Australien begleitet. 

Im Strafverfahren wurde die 49-jährige Beamtin bereits rechtskräftig zu einer Geldstrafe verurteilt, weil sie sich nach Überzeugung der Richter für die Reise eine Krankschreibung erschlichen hatte. Das Oberlandesgericht Celle bestätigte im August die vom Landgericht Lüneburg verhängte Geldstrafe und verwarf eine Revision. 

„Aller Voraussicht nach wird am Mittwoch kein Urteil verkündet werden“, sagte der Sprecher des Verwaltungsgerichts. Wahrscheinlich werde es schriftlich zugestellt. Dann würde die Öffentlichkeit erst davon erfahren, wenn die Entscheidung bei der Lehrerin und der Landesschulbehörde eingegangen ist.

Lehrerin droht Entfernung aus Beamtenverhältnis

Die Beschuldigte hat über ihren Anwalt nach Angaben des Gerichts angekündigt, dass sie am Mittwoch nicht an der Verhandlung teilnehmen wird. Zeugen sind nicht geladen, auch die Tochter nicht. 

Der Pädagogin droht die endgültige Entfernung aus dem Beamtenverhältnis. Sollte das Verwaltungsgericht gegen die Frau entscheiden, kann sie Berufung einlegen. Dann würde sich das niedersächsische Oberverwaltungsgericht damit befassen.

dpa

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