Drei Jahre und vier Monate Gefängnis

Haftstrafe für falschen Narkosearzt

Lüneburg - Einen falschen Arzt hat das Amtsgericht Lüneburg zu drei Jahren und vier Monaten Gefängnis verurteilt. Der 30-Jährige gestand am Donnerstag nach Angaben eines Gerichtssprechers, sich ohne entsprechenden Abschluss in einem Lüneburger Krankenhaus als Narkosearzt ausgegeben zu haben. In das Urteil floss auch eine frühere Freiheitsstrafe ein.

In entsprechender Kleidung war der Hochstapler im Mai 2015 auf mehreren Stationen als angeblicher Anästhesist unterwegs, flog aber schnell auf. Weder hatte ihn die Klinik eingestellt, noch behandelte er dort Patienten. Später gab er aber im privaten Bereich einer Bekannten eine Spritze, wie er laut Gerichtssprecher einräumte. Dabei verabreichte er der Frau Kochsalzlösung, Glukose und ein Medikament. Der Mann gestand weiter, in einem gestohlenen Auto und monatelang ohne Führerschein unterwegs gewesen zu sein. 

Ein Schöffengericht befand ihn am Donnerstag des Missbrauchs einer Berufsbezeichnung, der gefährlichen Körperverletzung sowie der Hehlerei für schuldig. Der Angeklagte sitzt nach Angaben des Sprechers bereits eine Haftstrafe wegen anderer Vergehen ab. Nun muss er neben der neuen Gesamtfreiheitsstrafe aus anderen Verurteilungen noch ein Jahr und neun Monate verbüßen. - dpa

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Bahn rüstet sich für nächste Stürme

Bahn rüstet sich für nächste Stürme

Abschlussfeier in der Klaus-Störtebeker-Schule in Verden

Abschlussfeier in der Klaus-Störtebeker-Schule in Verden

Sporttage beim MTV Schweringen

Sporttage beim MTV Schweringen

Hurricane Festival 2018: Bilder aus dem Resort

Hurricane Festival 2018: Bilder aus dem Resort

Meistgelesene Artikel

Hochzeitsnacht endet mit Platzverweis und Strafanzeige

Hochzeitsnacht endet mit Platzverweis und Strafanzeige

Groko-Abgeordnete stellen sich gegen Feiertag am Reformationstag

Groko-Abgeordnete stellen sich gegen Feiertag am Reformationstag

Eltern in Niedersachsen zahlen ab August keine Kita-Gebühr mehr

Eltern in Niedersachsen zahlen ab August keine Kita-Gebühr mehr

Heiß und heftig: Der Klimawandel kommt nach Niedersachsen

Heiß und heftig: Der Klimawandel kommt nach Niedersachsen

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.