Giftige Raupen werden auch vom Hubschrauber aus bekämpft

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Der Eichenprozessionsspinner wird dieses Jahr früh bekämpft.

Lüneburg - Die kleinen Nachtfalter sind unscheinbar, doch die Raupen des Eichenprozessionsspinners sind wegen ihrer Gifthärchen gefährlich. In diesem Jahr schlüpfen die Raupen besonders früh. Die Landkreise reagieren - auch ein Hubschrauber ist im Einsatz.

Der Kampf gegen die Raupen des Eichenprozessionsspinners mit seinen giftigen Brennhaaren hat im östlichen Niedersachsen in diesem Jahr besonders früh begonnen. Im Landkreis Lüneburg war am Montag erstmals wieder ein Hubschrauber im Einsatz, um die Tiere mit Chemikalien zu besprühen. Während der auch für Dienstag geplanten Einsätze werden die betroffenen Straßenabschnitte für rund 15 Minuten gesperrt. Innerhalb von Ortschaften sollen befallene Bäume bis Mitte Mai vom Boden aus besprüht werden. In der Gemeinde Amt Neuhaus wurde nach Angaben einer Kreissprecherin damit am 23. April begonnen.

Der Hubschrauber sei am Montagnachmittag zu seinem ersten Einsatz gestartet, sagte Einsatzleiter Carsten Schigulski der dpa. Wegen schlechten Wetters auf dem Weg dorthin hatte sich der Start um mehrere Stunden verzögert.

Im Landkreis Lüchow-Dannenberg habe die Bekämpfung bereits begonnen, sagte eine Sprecherin am Montag. Voraussichtlich bis Anfang Mai würden die Bäume entlang der Kreisstraßen behandelt werden. Am 5. Mai soll es, abhängig von der Witterung, im Landkreis Uelzen losgehen.

Die giftigen Raupen des Eichenprozessionsspinners haben sich schon in zwölf Bundesländern stark ausgebreitet. „Wegen des milden Winters treiben auch die Eichen in diesem Jahr besonders früh aus. Deshalb sind auch die Raupen besonders früh geschlüpft“, sagte eine Sprecherin des Julius Kühn-Instituts (JKI) in Braunschweig am Montag. Im Norden verbreiteten sich die Nachtfalter entlang der Elbe Richtung Nordsee, aber auch Richtung Südwesten seien sie auf dem Vormarsch.

Bei Menschen kann der Kontakt mit den feinen Haaren der Raupen zu Hautjucken, Atemnot oder gar einem allergischen Schock führen.

dpa

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