Verschwundene Birgit Meier

DNA-Analyse bestätigt Fund von seit 1989 vermisstem Kriminalopfer

Lüneburg - Bei der Anfang Oktober am Rande von Lüneburg gefundenen Toten handelt es sich zweifelsfrei um die 1989 verschwundene Birgit Meier.

Endgültige Gewissheit brachte eine DNA-Analyse, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Das Skelett der 41-Jährigen war unter der Garage eines Hauses gefunden worden, in dem seinerzeit ein Tatverdächtigter wohnte. Der damalige Bekannte der Frau ist seit 20 Jahren tot.

Der damals 40 Jahre alter Friedhofsgärtner soll Birgit Meier in seine Gewalt gebracht haben. Er beging 1993 Selbstmord, als er wegen anderer Vorwürfe in Haft saß. Doch der Bruder von Meier und ehemalige Leiter des Landeskriminalamts Hamburg, Wolfgang Sielaff, gab nie auf und ermittelte privat weiter. Mit Erlaubnis der Eigentümer untersuchte er das Haus in einem eher gediegenen Wohnviertel erneut. Dabei wurden die Knochen entdeckt. Die Staatsanwaltschaft will nun eine Obduktion des Skeletts beantragen.

Die Ehefrau eines Unternehmers war im August 1989 in Brietlingen-Moorburg verschwunden. Früh schon hatte der Bekannte im Fokus der Ermittlungen gestanden. Eine DNA-Spur brachte dann im Herbst 2016 Gewissheit. Spuren auf einer damals im Haus des Tatverdächtigen sichergestellten Handfessel führten zur Lösung des Falls. Die DNA stimmte mit höchster Wahrscheinlichkeit mit der von Birgit Meier überein. Der Friedhofsgärtner könnte zahlreiche weitere Morde an Frauen nicht nur im Raum Lüneburg begangen haben.

dpa

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ ZB

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