„Meinungsäußerungsfreiheit gilt nicht unbegrenzt“

Lisa Fitz schwurbelt über Impf-Tote: SWR löscht „Spätschicht“-Sendung aus Mediathek

Corona-Eklat im SWR: Mitten in der Satiresendung „Spätschicht“ schockiert Kabarettistin Lisa Fitz mit Corona-Unwahrheiten. Nun hat der Sender reagiert.

Stuttgart – Hat die deutsche Corona-Schwurbler-Riege nun einen Neuzugang? Kabarettistin Lisa Fitz schockierte während der SWR-Satiresendung „Spätschicht“ mit Falschaussagen über Corona-Tote. „Die Folgen durch die Covid-19-Impfstoffe“ sei für 5000 Menschen tödlich gewesen, behauptete Fitz da. Doch das waren Fake-News, von Fakten nicht gedeckt.

Kabarettistin:Lisa Fitz
Geboren:15. September 1951 (Alter 70 Jahre), Zürich, Schweiz
Partner:Peter Knirsch (2002–)
Ehepartner:Giovanni Rodriguez (verh. 1999–2004), Ali Khan (verh. 1980–1991)

Ein Shitstorm brach über den Südwestfrundfunk (SWR) herein, der Sender räumte daraufhin Fehler im Umgang mit Fitz‘ Auftritt ein, verkündete in einer ersten Stellungsnahme, dass die Aussagen der Kabarettistin problematisch, aber von der Meisnungsfreiheit gedeckt seien.

Nach Lisa Fitz‘ Corona-Aussagen: SWR löscht „Spätschicht“-Sendung aus Mediathek

Später korrigierte der SWR seine eigene Aussage: „Die Meinungsäußerungsfreiheit gilt jedoch nicht unbegrenzt, sondern endet auch in einer Comedy- oder Satiresendung bei falschen Tatsachenbehauptungen. Die Aussage von Lisa Fitz zur Anzahl der Impftoten ist nachweislich falsch. Daher werden wir diese Ausgabe der ‚Spätschicht‘ in der ARD Mediathek und auf allen SWR-Plattformen und -Kanälen depublizieren.“ Der Sender strich daraufhin die Ausgabe der Sendung aus der ARD-Mediathek sowie aus dem eigenen Online-Angebot.

Fitz sprach mit Blick auf die Politik in der Sendung etwa von einem Prozent Panikmacher, „die 99 Prozent Lemminge“ steuerten. Die Impfpflicht sei der „feuchte Traum der Pharma“.

Die Meinungsäußerungsfreiheit gilt jedoch nicht unbegrenzt, sondern endet auch in einer Comedy- oder Satiresendung bei falschen Tatsachenbehauptungen.

Späte Einsicht des Senders SWR

Bereits am vergangenen Freitag war die betreffende »Spätschicht«-Sendung im SWR ausgestrahlt worden. Darin hatte die Kabarettistin die Impflicht „den feuchten Traum der Pharma-Industrie“ genannt und ist noch weiter gegangen: Bezüglich der Corona-Politik meinte sie, dass ein Prozent „Panikmacher 99 Prozent Lemminge steuern. Die Reaktionen aus den sozialen Medien ließen nicht lange auf sich warten. Eine Woche nach der Erstausstrahlung befasste sich ein Beitrag der „tageszeitung“ („taz“) mit Fitz‘ Aussagen. Der Autor machte darauf auf Twitter aufmerksam und der Shitstorm ward geboren. Daraufhin erst entschied sich 3sat, die Sendung nicht ins Programm und in die Mediathek zu nehmen.

Lisa Fitz über Corona-Tote – in einer Riege mit Nena

Lisa Fitz ist dabei nicht die erste deutsche Prominente, die durch Falschaussagen zur Corona-Krise auffällt. Auch Popsängerin Nena verwirrte wiederholt mit Aussagen zur Corona-Krise, etwa auf ihrem Konzert auf Rügen*. Die Vorfälle mehrten sich, daraufhin wurden mehrere Nena-Konzerte, wie etwa das in Wetzlar, abgesagt*.

Letzten Endes sagte die Musikerin ihre komplette Tour für 2022 ab*. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Armin Weigel/dpa

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