50 Vermummte greifen Rechte an

Immer mehr politisch motivierte Gewalt in Göttingen

Göttingen - Die Serie politisch motivierter Gewalt in Göttingen und Umgebung reißt nicht ab. Bei einem Zusammenstoß zwischen Linken und Rechten wurde nach Angaben der Polizei am Sonntagabend in Göttingen mindestens ein Mensch verletzt. Eine Frau wurde vorübergehend festgenommen. Ein halbes Dutzend Anhänger des rechten sogenannten Freundeskreises Thüringen/Niedersachsen erhielten von der Polizei Platzverbot.

"Die Spirale der Gewalt dreht sich weiter", sagte eine Sprecherin.

Nach den bisherigen Ermittlungen haben bis zu 50 vermummte Angreifer aus dem linksautonomen Spektrum ein halbes Dutzend Rechte attackiert, darunter befand sich auch der Landratskandidat der NPD. Das "Göttinger Tageblatt" berichtete, der Mann sei verprügelt worden. Die Polizei war nach Angaben der Sprecherin schnell zur Stelle. Sie habe dadurch schlimmere Gewalttaten unterbunden. Die Linken seien vor den Beamten geflüchtet. Nur eine der mutmaßlichen Angreiferinnen konnte gefasst werden.

Seit der sogenannte Freundeskreis in der Region regelmäßig Kundgebungen abhält, häufen sich Attacken gegen Rechts. Zuletzt wurden in der Nacht zu Freitag in Güntersen (Kreis Göttingen) acht Autos mit Farbe erheblich beschädigt. Anfang August brannte in Göttingen das Auto einer Anhängerin des Freundeskreises. In Einbeck und Hardegsen wurden die Haustüren von Rechten eingeschlagen. Zuvor waren wiederholt Autos angezündet worden.

Am Samstag demonstrierten in Göttingen rund 500 Menschen friedlich gegen eine Veranstaltung des Freundeskreises. Anfang August hatte es dagegen am Rand einer Veranstaltung der Rechten Zusammenstöße zwischen der Polizei und linken Gegendemonstranten gegeben. Dabei wurden sieben Beamten teils erheblich verletzt.

dpa

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