Leichte Tendenz zur Besserung beim Hochwasser in Niedersachsen

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Hochwasser wird in Wolfenbüttel abgepumpt. Die Nacht in der niedersächsischen Stadt blieb Einsatzkräften zufolge ruhig.

Die Hochwasserlage in Braunschweig, Hildesheim und Goslar entspannt sich allmählich. Die Behörden bleiben dennoch vorsichtig, während die Wassermassen nach Norden abfliessen und dort Unheil anzurichten drohen. In den bisherigen Brennpunkten beginnt jetzt das Aufräumen.

Nach leicht fallenden Wasserständen der Flüsse in den meisten niedersächsischen Hochwassergebieten hoffen Betroffene auf eine Entspannung der Situation. Die Behörden beobachten die Lage allerdings weiterhin besorgt. "Ich würde eher von einer stagnierenden Tendenz sprechen", sagte Achim Stolz, Sprecher des Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) am Samstagmorgen. "Sowohl in Braunschweig wie in Hannover haben wir den Höhepunkt der Welle erreicht, jetzt rollt sie auf Neustadt und Schwarmstedt zu."

Allgemein sinken die Wasserstände in den bisher betroffenen Gebieten, dürften aber auf einem hohen Niveau verharren und nur langsam fallen. Die Hochwasserwelle bewegt sich nach den Erkenntnissen des NLKWN von den Unterläufen der Oker und Leine auf die Aller zu, deren Pegelstände in den kommenden Tagen ansteigen dürften. In Celle dürfte die Meldestufe drei am Sonntag höchstwahrscheinlich überschritten werden. "Unterhalb der Leine-Mündung ist an den Allerpegeln Ahlden, Rethem und Eitze Anfang kommender Woche mit einer Überschreitung der Meldestufe drei zu rechnen", betonte die Landesbehörde in einer Erklärung.

Das Hochwasser hinterlässt auf seinem Weg Richtung Norden verschlammte Straßen und vollgelaufene Keller. Der Pegelstand der Hochwasser führenden Leine liege mittlerweile aber in Hannover-Herrenhausen bei 5,71 Metern, nachdem er um Mitternacht 5,80 Metern erreicht hatte. "Hoffen wir, dass sich dieser Trend verstetigt", sagte Stolz.

Auch aus der Einsatzleitstelle in Wolfenbüttel hieß es: "Das Wasser steigt nicht mehr und geht langsam etwas runter." Sollte sich der Trend bestätigen, so würden gegen Mittag die ersten Keller der Wohnhäuser in den Überschwemmungsgebieten ausgepumpt. In Wolfenbüttel war am Donnerstagabend Katastrophenalarm ausgelöst worden, der am Freitagnachmittag aber wieder aufgehoben wurde. In der Altstadt wurden mehrere Häuser evakuiert. 20 Bewohner eines Seniorenheims wurden in Sicherheit gebracht. Auf dem Weg in Richtung Norden hatte das Hochwasser in Niedersachsen vollgelaufene Keller und überflutete Straßen hinterlassen - vor allem in Wolfenbüttel bei Braunschweig.

In Hannover hatte die Feuerwehr Gebäude im Überflutungsbereich mit Sandsäcken gesichert, spricht aber auch von zunehmender Entspannung. "Wir haben fast schon wieder Tagesgeschäft - auch wenn die Gefahr natürlich weiterhin besteht", sagte ein Feuerwehrmann in Hannover. In Hildesheim sollen die meisten Straßensperrungen wegen des Hochwassers in Stadt und Kreis nach Polizeiangaben im Laufe des Tages freigegeben werden. In der vor allem am Mittwoch von massiven Überflutungen gepeinigten Stadt Goslar laufen die Aufräumarbeiten.

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