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150 Lehrer in Niedersachsen waren Opfer gewaltsamer Übergriffe

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Von: Bona Hyun

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Eine Lehrerin unterrichtet eine Klasse
Die Fälle gewaltsamer Übergriffe auf Lehrer in Niedersachsen ist zurückgegangen. Grund könnte die Corona-Pandemie sein, da Unterricht nicht in vollem Umfang stattfinden konnte. (Symbolbild) © Philipp von Ditfurth/dpa

Die Zahl der gewaltigen Übergriffe auf Lehrer in Niedersachsen ist rückläufig. Das könnte mit der Corona-Pandemie zusammenhängen.

Hannover – Die Zahl der gewaltsamen Übergriffe auf Lehrer in Niedersachsen ist zurückgegangen. Das teilte das Landeskriminalamt mit. Im Vergleich zum vergangenen Jahr sind es 29 Fälle weniger. Möglicher Grund für den Rückgang könnte die Pandemie sein.

150 Lehrer wurden Opfer von Gewalt – Zahl in Niedersachsen rückläufig

Die Polizeiliche Kriminalstatistik zeichnete 121 Fälle auf, bei denen Lehrer und Lehrerinnen Opfer von Körperverletzung wurden. Im vergangenen Jahr sind mindestens 150 Fälle erfasst worden. Zu begründen wäre der Rückgang laut Stefan Störmer, dass der Unterricht 2021 pandemiebedingt nicht in vollem Umfang stattfinden konnte. „Dennoch bleibt der Rückgang erfreulich – auch wenn jeder verbliebene Fall einer zu viel ist“, so der Landeschef der Bildungsgewerkschaft GEW. „Schulsozialarbeit und andere Maßnahmen in den Schulen konnten aufkommender Gewalt offensichtlich entgegenwirken.“

Fälle gewaltsamer Übergriffe auf Lehrer erreichte Höchststand 2019

Im letzten Vor-Corona-Jahr, 2019, erreichten die Zahlen den Höchststand. Damals wurden 197 Fälle und 230 Opfer erfasst. Die Zahlen lagen 2017 bei einem niedrigeren Wert mit 130 Opfern und 105 erfassten Fällen. Gegenüber anderen Personengruppen nahmen Gewaltvorfälle während der Corona-Zeit zu – Kinder, als Opfer von häuslicher Gewalt, bekamen die Auswirkungen zu spüren. (mit dpa)

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