Nach Schulz-Rückzug

SPD-Generalsekretär Klingbeil: Personalfragen erst später klären

Soltau - Die SPD will nach Aussagen von Generalsekretär Lars Klingbeil ihre personellen Fragen „jetzt nicht kurzfristig entscheiden“.

Am Rande einer SPD-Regionalkonferenz am Samstag im niedersächsischen Soltau sagte er: „Wir konzentrieren uns jetzt auf die Inhalte und wollen werben für das, was im Koalitionsvertrag steht.“ Am Dienstag kämen die Führungsgremien der Partei zusammen. „Wir werden dann reden über die Frage, wie es weitergeht. Dabei werden sicher auch Entscheidungen über die Strecke beim Personal entschieden“, sagte er.

Klingbeil will dafür werben, dass eine Mehrheit der Mitglieder bei der Befragung Ja zum Koalitionsvertrag mit der Union sagt, will aber keine Prozentzahl nennen. Auf die Frage, ob 50,1 Prozent ein starkes Signal wären, sagte er: „Es muss eine Mehrheit sein.“

SPD-intern gingen die Personaldebatten in der Partei auch am Wochenende weiter. Laut einem NDR-Bericht fordern mehrere niedersächsische SPD-Unterbezirke, dass Sigmar Gabriel Außenminister bleibt. Dieser habe zunächst als Wirtschafts- und jetzt als Außenminister politisch viel erreicht, stellte der Unterbezirksvorstand Wolfenbüttel fest. Gabriel habe im In- und Ausland große Verdienste für das Land erworben. Die Übernahme eines Ministeramtes durch Martin Schulz sei dagegen schädlich für die Partei, appellierte der Unterbezirk an den SPD-Parteivorstand und die Bundestagsfraktion.

dpa

Rubriklistenbild: © Tobias Koch / www.tobiaskoch.net

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