Eltern legten Widerspruch ein

Zwei Elfjährige sollen Schule wegen sexueller Belästigung verlassen

Hannover/Lüneburg - Zwei Elfjährige sollen ihre Schule in Langenhagen wegen angeblicher sexueller Belästigung von Mitschülerinnen verlassen. Die Schüler sollten deshalb für drei Monate die Schule nicht besuchen dürfen, wie die „Hannoversche Allgemeine Zeitung" am Mittwoch berichtete.

Die Eltern legten gegen die Suspendierung Widerspruch ein, so wurde in der Gesamtschule erneut über den Vorwurf konferiert. Der Wechsel auf eine andere Schule sei am Montag bei einer Konferenz beschlossen worden. Den beiden Schülern wird vorgeworfen, im vergangenen August gemeinsam mit anderen Jungs Mädchen bei einer Klassenfahrt wiederholt unsittlich berührt zu haben.

Rund zehn Kinder waren beteiligt

Die Familien der beiden Schüler wollen vor dem Verwaltungsgericht Hannover dagegen vorgehen. „Da werden Kinder stigmatisiert und kriminalisiert", sagte Rechtsanwalt Thorsten Hatwig. Die Eltern würden von einem einvernehmlichen Spiel unter pubertierenden Kindern ausgehen. So hätten auch Mädchen die Jungs angefasst. Insgesamt wären rund zehn Kinder beteiligt gewesen, darunter drei Mädchen. Außerdem könne nicht einfach die eine Strafe durch eine härtere ersetzt werden. Laut Hatwig waren die Eltern am vorletzten Reisetag per SMS von den Lehrern informiert worden.

Die Schule verwies am Mittwoch an die Landesschulbehörde. Doch die Behörde in Lüneburg wollte sich wegen schutzwürdiger persönlicher Belange der Betroffenen nicht zu dem Beschluss der Schule äußern.

dpa

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