Rinderhalter vermehrt betroffen

Wölfe im Norden: Landvolk sieht Weidehaltung bedroht

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Das Landvolk in Niedersachsen sieht die Weidehaltung durch vermehrte Wolfsrisse in Gefahr.

Hannover - Nach mehreren Wolfsrissen von Rindern hat das Landvolk vor einem Aus der Weidehaltung im Norden Niedersachsens gewarnt. In jüngster Zeit treffe es die Rinderhalter an der Küste.

„Unsere Tierhalter sind hochgradig alarmiert, nachdem ein amtlich bekanntes Rudel wiederholt Rinder auf der Weide angegriffen hat“, sagte Jan Heusmann vom Landvolkkreisverband Wesermünde. „Auf unseren weitläufigen Wiesen mit den zahlreichen Gräben sind sie leichte Beute für den Wolf.“ 

Die Wölfe hätten gelernt, dass sie auch größere Tiere wie Jungrinder und tragende Rinder stellen könnten. Einige Tiere seien zudem nicht durch Kehlbiss getötet worden, sondern quasi bei lebendigem Leib aufgefressen worden, sagte Heusmann. „Wir können hier mit Zäunen egal welcher Bauart keinen Hochsicherheitstrakt installieren“, betonte Heusmann laut Mitteilung vom Montag. 

Die Tierhalter würden mit einer langen Liste konfrontiert, wie der wolfsabweisende Schutz umzusetzen sei. Das Land hatte im Oktober die finanzielle Unterstützung zum Schutz von Rindern erweitert. In Teilen der Kreise Cuxhaven, Stade und Rotenburg (Wümme) sollen seitdem nach mehreren nachgewiesenen Rissen auch Rinderhalter beim Kauf etwa von Elektrozäunen und Schutzhunden unterstützt werden. 

Die Bedingungen der "Richtlinie Wolf" waren im August erstmals auch für Rinderhalter erfüllt worden. Seitdem werden Schutzmaßnahmen rund um Wietzendorf im Heidekreis bezuschusst.

dpa

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