1. Startseite
  2. Lokales
  3. Niedersachsen

Landtagswahl in Niedersachsen: Althusmann wird Spitzenkandidat der CDU

Erstellt:

Von: Felix Busjaeger

Kommentare

Bernd Althusmann
Bernd Althusmann, Wirtschaftsminister in Niedersachsen, wurde von der niedersächsischen CDU als Spitzenkandidat für die Landtagswahl vorgestellt. © Hauke-Christian Dittrich/dpa/Archivbild

Bernd Althusmann ist der Spitzenkandidat der CDU für die niedersächsische Landtagswahl. 100 Prozent der wahlberechtigten Delegierten stimmten für ihn.

Hannover – Knapp ein halbes Jahr nach der vergangenen Bundestagswahl 2021 und dem schlechten Wahlergebnis der CDU/CSU wollen die Christdemokraten auf Landesebene zur alten Stärke zurückfinden. In drei Bundesländern wird im Laufe des Jahres gewählt. Nach den Wahlen im Saarland und Schleswig-Holstein steht als dritte Bewährungsprobe die Wahl in Niedersachsen an. Für die kommende Landtagswahl am 9. Oktober schickt die niedersächsische CDU nun Bernd Althusmann als Spitzenkandidat ins Rennen. Beim kleinen Landesparteitag in Hannover stimmten am Samstag, 19. März, 100 Prozent der Delegierten für den CDU-Politiker.

Bernd Althusmann wird Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Niedersachsen

Wie der Spitzenkandidat der CDU in seiner Bewerberrede erklärte, wolle Althusmann in seinem Wahlkampf auf die Meinungen der Menschen achten. „Die Union ist der Kümmerer“, sagte der Politiker. Bei dem kleinen Landesparteitag waren insgesamt 78 stimmberechtigte Parteimitglieder anwesend. „Wir werden am 9. Oktober die Wahl gewinnen, davon bin ich überzeugt“, sagte Althusmann. Für die kommenden sechs Monate kündigte er an, dass die Wahlkämpferinnen und Wahlkämpfer ohne Pause im Einsatz sein müssten. Derweil findet die Landtagswahl im Saarland am 27. März statt.

Während Althusmann bereits den Wahlsieg vor Augen hat, legte er sich bei der Frage nach einem möglichen Regierungspartner nicht fest. Seiner Aussage nach würde die CDU den Regierungsauftrag annehmen und dann einen guten Koalitionspartner finden. Abgesehen von der Wahl des Spitzenkandidaten ging es auf dem kleinen Parteitag der CDU auch um die Frage nach kommunalen, kulturellen und wirtschaftlichen Partnerschaften mit Russland angesichts des Kriegs in der Ukraine.

Landesparteitag der CDU: Ukrainische Generalkonsulin Iryna Tybinka kritisiert Niedersachsens Beziehung zu Russland

Die ukrainische Generalkonsulin Iryna Tybinka hatte das Vorgehen in Niedersachsen infrage gestellt. „Wie erklärt man den Bewohnerinnen und Bewohnern des belagerten Mariupol, die, um nicht zu verdursten, Wasser aus Heizungsanlagen trinken, dass Bürgermeister niedersächsischer Städte Partnerschaften mit russischen Städten weiter pflegen?“, fragte sie. Tybinka kritisierte auch Geschäftskontakte von Niedersachsen nach Russland. Bernd Althusmann sagte darauf, verantwortlich für den Krieg seien Wladimir Putin und sein Umfeld.

Mit unserem Newsletter verpassen Sie nichts mehr aus ihrer Umgebung, Deutschland und der Welt – jetzt kostenlos anmelden!

„Dabei schaue ich insbesondere auf das Umfeld und sicherlich auch auf die sogenannten Oligarchen“, sagte Althusmann. Die große Zustimmung zum Krieg unter der russischen Bevölkerung sei Folge einer jahrzehntelangen Manipulation mit Fake-News. Tybinka hatte zuvor deutlich gemacht, dass nicht nur Putin den Krieg wolle, sondern 71 Prozent der Russen den russischen Präsidenten beim Krieg in der Ukraine unterstützen würden.

Bernd Althusmann könnte Ministerpräsident in Niedersachsen werden und Stephan Weil beerben

Gegenwärtig ist Stephan Weil (SPD) Ministerpräsident in Niedersachsen. Seine Landesregierung amtiert seit dem 22. November 2017 und setzt sich aus Vertretern der SPD und CDU zusammen. Bernd Althusmann ist derzeit stellvertretender Ministerpräsident. Ein Blick auf die Historie Niedersachsens offenbart, dass Althusmann bei einem Wahlerfolg erst der vierte Ministerpräsident wäre, der aus dem Lager der CDU kommen würde. Vor ihm stellte die CDU Ernst Albrecht, Christian Wulff und David McAlister als Ministerpräsidenten. Dem gegenüber stehen acht Ministerpräsidenten, die SPD-Mitglieder waren. Einer der bekanntesten Vertreter ist Altkanzler Gerhard Schröder, der in den 1990er Jahren die Geschicke in Niedersachsen lenkte. (Mit Material der dpa) * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare