Ort des „Reichserntedankfests“

Landtags-CDU tritt für Gedenkstätte Bückeberg ein

Dirk Toepffer (CDU) ist dafür, in Niedersachsen eine 16. Einrichtung zur NS-Dokumentation einzurichten.

Hameln/Hannover - Die CDU im Landtag macht sich für die Einrichtung einer NS-Dokumentationsstätte am Bückeberg bei Hameln stark.

Die Arbeit der 15 Gedenkstätten in Niedersachsen solle durch eine weitere Einrichtung abgerundet werden, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Dirk Toepffer am Mittwoch im Landtag. „Es ist gut, gerade jungen Menschen deutlich zu machen, mit welchen Mitteln die Nationalsozialisten die Menschen in ihren Bann gezogen und für ihre menschenverachtende Politik missbraucht haben.“ 

Über Konzeption und Größe der Gedenkstätte müsse auch unter Beteiligung der Bürger entschieden werden, betonte Toepffer. Der Hügel bei Hameln war eine zentrale NS-Propagandastätte. Zwischen 1933 und 1937 veranstalteten die Nationalsozialisten auf dem von Hitler-Architekt Albert Speer gestalteten Gelände ihr „Reichserntedankfest“. 

Mit den Stimmen von SPD, Grünen, FDP und Linken hatte der Kreistag Hameln-Pyrmont im März die Schaffung eines Dokumentationsortes beschlossen. CDU und AfD stimmten dagegen. Nach einem von einer Experten-Jury ausgewählten Entwurf soll auf dem Gelände in der Gemeinde Emmerthal ein geschwungener Grasweg mit Informationsinseln entstehen. Vor allem bei Anwohnern gibt es Widerstand gegen das Konzept.

dpa

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