Schünemann prüft Konsequenzen

Landrat soll sich verplappert haben

Hannover - Die Veröffentlichung des Ankunftstermins des jüngsten Atomtransportes aus Sellafield könnte Konsequenzen für den Landrat des Kreises Wesermarsch, Michael Höbrink (SPD), haben.

„Wir müssen uns das dienstrechtlich genau anschauen“, sagte Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) gestern im Landtag in Hannover. Der Transport aus Sellafield hatte am Wochenende den Hafen Nordenham erreicht und war von dort nach Grohnde gebracht worden.

Hintergrund ist der Verdacht, der Landrat habe eventuell vertrauliche Informationen über den geheim gehaltenen Transporttermin an Journalisten gegeben. „Ein Beamter unterliegt, was dienstlich erlangte Kenntnisse angeht, grundsätzlich der Verschwiegenheitspflicht“, sagte Schünemann. Dies gelte in erweiterter Weise, wenn die Angelegenheit – wie jetzt – als Verschlusssache eingestuft sei. Der Landrat war für eine Stellungnahme gestern zunächst nicht zu erreichen. · dpa

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