Landrat enttäuscht vom Land:

Keine Bundeswehr-Hilfe bei Flüchtlingen

Leer - Bundeswehr-Sanitäter aus dem ostfriesischen Leer dürfen die Erstaufnahme von Flüchtlingen in der Region nicht unterstützen. Das Land habe sein Hilfegesuch abgelehnt, zeigte sich Landrat Bernhard Bramlage (SPD) in Leer am Donnerstag enttäuscht über das niedersächsische Innenministerium.

In Leer ist das Kommando Schnelle Einsatzkräfte (SES) mit rund 800 Soldaten stationiert. Darunter sind hoch qualifizierte Fachleute wie Einsatzsanitäter und Rettungsassistenten.

Freie Bundeswehr-Kapazitäten zur Unterstützung der Bundesländer würden jedoch unter anderem als „Helfende Hände“ am Verteilbahnhof in Laatzen benötigt, kritisierte Bramlage die Begründung der Ablehnung durch das Land. Das sei grotesk und kein effektiver Personaleinsatz der spezialisierten Bundeswehr-Kräfte. Die Ablehnung sei auch deshalb unverständlich, weil der Landkreis die Aufgaben der Erstversorgung als Amtshilfe für das Land leiste.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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